Trins
Restaurierte Mühle wird neuer Treffpunkt

Das Dach mit einer Fläche von 90 qm wurde bereits komplett erneuert.
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  • Das Dach mit einer Fläche von 90 qm wurde bereits komplett erneuert.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Tamara Kainz

Zum Erhalt und Betrieb der letzten funktionierenden Mühle in Trins wurde ein eigener Verein gegründet.

TRINS. Es ist ein aufwändiges, zugleich aber auch wunderschönes Projekt, dem sich zuerst eine Gruppe rund um Erik Reumer und mittlerweile der Mühlenverein Trins verschrieben hat: Unter der nunmehrigen Obmannschaft von Franz Heidegger sind die Mitglieder derzeit dabei, die alte Gemeindemühle am Finetzbach, auch "große Mühle" genannt, liebevoll zu renovieren. 

Bäuerliches Kulturgut erhalten

Das vermutlich über 200 Jahre alte Kleinod ist die letzte funktionierende Mühle in Trins. "Mit dem Rückgang des Getreideanbaus in unserer Gemeinde gingen auch die meisten Mühlen verloren – genauso, wie viel damit verbundenes Wissen", weiß Heidegger. Um das noch Vorhandene vor dem Aussterben zu schützen, wurde 2020 der Mühlenverein Trins gegründet. "Unser Ziel ist es nicht nur, die Mühle bautechnisch zu erhalten, sondern auch eine soziale Aktivierung dieser zu erreichen", erklärt der Obmann. In diesem Sinne sollen bei der Gemeindemühle spätestens ab dem kommenden Frühjahr Vorführungen und kleinere Veranstaltungen stattfinden, es wird die Möglichkeit zum Brot backen geschaffen und ein Spielplatz sowie ein angeschlossenes, kleines Bauernmuseum sollen ebenfalls Besucher anlocken.

Gesellschaftliche Belebung

Bis es soweit ist, bedarf es allerdings noch einiger Anstrengungen. Denn auch wenn die engagierten Helfer regelmäßig und unentgeltlich ihre Freizeit für das Vorhaben opfern, bleibt noch viel zu tun. Zwar ist das desolate Dach inzwischen komplett erneuert und mit neuen Schindeln eingedeckt und auch die Holzrinnen für die Wasserzuleitung zum Betrieb der Mühle sind bereits saniert. Jetzt will aber noch die Umzäunung neu gemacht, der nach traditioneller Weise gebaute Brotbackofen installiert und eine nette Terrasse gestaltet werden – um nur die großen anstehenden Brocken zu nennen. Darüber hinaus plant der Mühlenverein eben auch die Errichtung eines Spielplatzes zum Thema Wasser und Wasserkraft. Heidegger: "Wir wollen mit unserem Wirken insbesondere auch die junge Generation erreichen. Der Spielplatz soll dazu beitragen, die Mühle zu einem Anziehungspunkt für Familien zu machen."

Bitte um Unterstützung

Dass die Rettung der Gemeindemühle trotz des Höchstmaßes an Eigenregie viel Geld kostet, versteht sich. Der Mühlenverein ist daher auf der Suche nach neuen, fördernden Mitgliedern. Mit dem Jahresbeitrag von 20 Euro können die Bemühungen der Trinser mitfinanziert werden. "Selbstverständlich sind auch Interessierte willkommen, die mit anpacken möchten", ergänzt Heidegger. Darüber hinaus wurde ein Spendenkonto lautend auf Mühlenverein Trins bei der Raffeisenbank Wipptal, AT60 3632 9000 0050 2807, eingerichtet.

Dank des Vereins

Das Projekt wurde auch schon bisher tatkräftig unterstützt. Der Dank von Heidegger und seinem Team gebührt dafür der Kulturabteilung des Landes, dem TVB Wipptal, der Gemeinde Trins, der Gemeindegutsagrargemeinschaft Trins, den (heimischen) Firmen Erdbewegung Schlierenzauer, Metallbau Nocker, Baumschlägerung Hörtnagl, Ofenbau Sarnthein, Fiegl & Spielberger und der Raiffeisenbank Wipptal. Froh ist man auch über die gute Zusammenarbeit mit den Mühlenbesitzern und um die Tipps von Obmann-Stv. Gottfried Rumer, der dem Verein mit Rat und Tat zur Seite steht. Die weiteren Baufortschritte können gerne vor Ort besichtigt werden! Natürlich wird zudem auch im BEZIRKSBLATT wieder darüber zu lesen sein.
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