Corona
Testen, was die Stäbchen halten

Christian Kernstock von der Stubaital Apotheke in Fulpmes ist derzeit acht Stunden täglich als "akademischer Nasenbohrer" im Einsatz.
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  • Christian Kernstock von der Stubaital Apotheke in Fulpmes ist derzeit acht Stunden täglich als "akademischer Nasenbohrer" im Einsatz.
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Braucht es zusätzliche Testmöglichkeiten im Stubai-Wipptal?

Von "es ist brutal" bis "alles im Griff" reichen die Zwischenfazits zum Andrang. Ärzte, Apotheker aber auch die Bevölkerung sind gefordert.

STUBAI/WIPPTAL. Corona-Infizierte zählen das Stubai- und Wipptal aktuell sehr wenige. Der höchste Wert, der am Freitag im Dashboard des Landes aufschien, waren fünf Fälle in einzelnen Dörfern, überall sonst sind es weniger bis null. 

Keine Teststraße im Stubai

Nichtsdestotrotz brauchen wir immer öfter Tests um dies und das zu dürfen. Eine große Herausforderung für jene, die mit deren Durchführung betraut sind. Inzwischen wird in fast allen Arztpraxen getestet, in den Apotheken sowieso und in Steinach wurde ergänzend dazu wie berichtet eine Teststraße eingerichtet. Diese punktet mit Öffnungszeiten an Abenden und Wochenenden und wird sehr gut angenommen. "Die Leute kommen von überall her", so Koordinatorin Verena Hofer. 
Im Stubai gibt es für eine solche Einrichtung angeblich keinen Bedarf. "Es stimmt, ich hätte mich dafür stark gemacht", erklärt der Miederer Bgm. Daniel Stern. Über die Amtsleiter der Stubaier Gemeinden fragte er bei den Ärzten den Bedarf ab: "Mit dem Ergebnis, dass die Fachleute abgewunken haben. Es gäbe noch freie Kapazitäten, eine separate Teststraße wäre nicht notwendig. Sollte sich diese Einschätzung ändern, würden wir natürlich sofort versuchen, etwas hochzufahren."

Riesiger Andrang

Auf Nachfrage in den Stubaier Apotheken erhielten wir dazu allerdings auch gegenteilige Rückmeldungen. Eine zusätzliche Testmöglichkeit würde nach Ansicht vieler Besucher und auch einiger Inhaber sehr wohl Sinn machen. Vor allem vor den Wochenenden würde es sich nämlich oft ganz schön spießen, bestätigt zum Beispiel Christian Kernstock von der Stubaital Apotheke in Fulpmes: "Ich teste im Fünf-Minuten-Takt, aber mehr wie 130 Personen pro Tag sind einfach nicht zu schaffen. Ich weiß nicht, wie das funktionieren soll, wenn dann auch noch die Gastro öffnet." Auch in der Miederer Apotheke Zur Serles ist es derzeit richtig stressig.
Weniger angespannt stellt sich die Situation in der St. Georg Apotheke in Neustift und der Wipptal Apotheke in Matrei dar: Da wie dort wird berichtet, dass sich inzwischen alles gut eingependelt hätte. Elisabeth Sterlacci, Inhaberin der Wipptal Apotheke, würde trotzdem einen Ausbau der Testmöglichkeiten begrüßen: "Wenn wir schon für so Vieles Tests brauchen, sollten die auch möglichst unkompliziert zu machen sein. Ich fände es also fein für die Leute, wenn es noch mehr Angebote gäbe - insbesondere außerhalb der üblichen Öffnungszeiten."

Zur Sache

"Teststraßenartig" hat man sich auch in der Ordination von Dr. Erich Toni in Gries aufgestellt: "Auch bei uns ist viel los, aber wir sind gut organisiert, testen in drei Räumen und wenn nötig könnten wir auch noch ein zusätzliches Zelt im Freien aufstellen", berichtet der Allgemeinmediziner ebenfalls noch von freien Valenzen. Jedoch beziehen sich diese ebenfalls hauptsächlich auf die Wochentage, da die Praxis am Wochenende ja im Normalfall geschlossen ist.
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