Grauviehzucht
Über die "Grauelen"

Ausstellung in Schmirn
5Bilder

TIROL (kr). Das Grauvieh gehört zu Tirol wie das Goldene Dachl zu Innsbruck. Die "Grauelen" sind eine der ältesten Rassen in Tirol und erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, was man am regen Interesse an den Ausstellungen im Frühjahr beobachten kann. Weil aber nicht jeder direkt aus der Grauviehzucht kommt, trotzdem aber einen umfang- und detailreichen Einblick in die Welt der "Grauelen" haben möchte, bringt der Geschäftsführer der Grauviehzucht Tirol, Raphael Kuen, ein Buch heraus: Unter dem Titel "Grauvieh Tirol" wird die traditionsreiche Rasse in all ihren Facetten beleuchtet.

Grauviehzucht für Jedermann

Raphael Kuen ist seit 2015 Geschäftsführer des Tiroler Grauviehzuchtverbands. Die Idee für ein Buch hatte er schon lange: "Ich wollte die Grauviehzucht greifbar für Jedermann machen – die Abstraktheit der Zucht und die Fachbegriffe herunterbrechen, um so auch dem Laien die gelebte Tradition und die faszinierende Welt des Grauviehs näher zu bringen."
Das Buch ist aufgeteilt in sechs Kapitel: Vom allgemeinen Profil und die Definition der Region über die Zucht sowie die Fleisch- und Milchverarbeitung bis hin zur Geschichte sind alle Aspekte des Grauviehs verständlich und trotzdem genau beschrieben. Verfasst hat die Texte die bekannte Autorin Ilse König. "Im Buch ist beispielsweise die Rede vom ‘Liebesleben der Stiere' oder auch von den 'Golden Girls', was die Zucht greifbarer macht und so den Menschen näher bringt", erklärt Herausgeber Kuen.

Stimmungen und Augenblicke einfangen

Neben dem Text lebt das Buch aber vor allem auch von atemberaubenden Fotografien – und zwar von niemand Geringerem als der bekannten Fotografin Inge Prader. In den Bildern kann man das Grauviehzuchtjahr vom Almabtrieb im Herbst bis zum Almauftrieb im Frühjahr verfolgen, stets mit einem Blick für Details, gefinkelten Schärfe-Unschärfe-Verhältnissen und stimmungsvollen Schatten- und Lichtverhältnissen. Die grafische Gestaltung übernahm Clara Monti, die dem Buch einen modernen Hauch verleiht und so die uralte Tierrasse "Grauvieh" in die Gegenwart holt.

Bekannte Persönlichkeiten

Abgerundet wird das Buch mit Geschichten bekannter Persönlichkeiten wie beispielsweise Marlies Schild, Sepp Forcher oder Hansjörg Auer – sie erzählen von Erlebnissen und Erinnerungen, die sie mit dem Grauvieh verbinden. Die Schauspielerin Kristina Sprenger schreibt zum Beispiel einen "Liebesbrief" an eine Kuh.
Am Ende des Buches werden dem Leser noch Rezepte zur Verarbeitung des Fleisches oder der Kuhmilch präsentiert – und zwar von Persönlichkeiten aus der Region. So ist beispielsweise von Gabriela Eller vom Alpengasthof Kaser in Schmirn ein Rezept für Sulze zu finden.

Regionalität

"Etwas, was mir ganz besoners wichtig war im Buch zu verdeutlichen, ist das Bedeutung der Grauviehzucht für die Region", betont Raphael Kuen abschließend. "Die Grundlage des unvergleichlichen Lebensstandards in Tirol ist die Berglandwirtschaft und auch die kleinstrukturierte Landwirtschaft. Das trägt maßgeblich zur Erhaltung und Entwicklung der Region und der Wirtschaft, insbesondere zum Tourismus, bei."
Das Buch gibt es ab 18. Oktober unter grauvieh.tirol zu bestellen.

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