Neues von der Liftfront
Unterschriftenaktion und Arbeitsgemeinschaft

Die Initiatoren der Unterschriftenaktion in Gmoch: Arnold Holzknecht, Martin Stern und Paul Schöpf (v.l.), in den Neustifter Mösern, dem Standort der geplanten Talstation.
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  • Die Initiatoren der Unterschriftenaktion in Gmoch: Arnold Holzknecht, Martin Stern und Paul Schöpf (v.l.), in den Neustifter Mösern, dem Standort der geplanten Talstation.
  • Foto: © www.goldsutten.com
  • hochgeladen von Tamara Kainz

Über 80 Prozent der Anrainer im Bereich der geplanten Talstation sind gegen das Liftprojekt Neustift-Schlick ergibt eine Befragung. Die Befürworter haben derweil eine Arbeitsgemeinschaft Stubaier Hausberge zur Unterstützung der Projektwerber gegründet.

NEUSTIFT. Auf Initiative von Martin Stern, Paul Schöpf und Arnold Holzknecht wurde kürzlich eine Befragung in der Neustifter Siedlung Gmoch durchgeführt. "Im Gmoch" ist wie berichtet der Standort für die Talstation der Gondelbahn von Neustift in die Schlick geplant. Folgendes Ergebnis wird dazu mitgeteilt: 81,63 Prozent der wahlberechtigten Einwohner lehnen das Liftprojekt ab, 14,28 Prozent sind dafür und 4,09 % wollten sich nicht festlegen. Die Mehrheit fürchtet neben einer zunehmenden Verkehrs- und Lärmbelastung, auch den Verlust eines wichtigen Hochwasser-Schwemmgebiets, Probleme bei der Trinkwasserversorgung durch Bauarbeiten im Quellgebiet und ein erhöhtes Vermurungsrisiko im Zusammenhang mit dem Trassenbau. Auch der Erhalt der für das Neustifter Ortsbild charakteristischen Möser, "einer besonders ästhetischen Kulturlandschaft und einem Lebensraum seltener Arten", wird als Gegenargument angeführt.

Ruf nach Projektstopp

Die Bürgerinitiative „Rettet die Goldsutten“ sieht sich bestätigt und erneuert ihre Forderung nach einem sofortigen Projektstopp. „Wir sind überzeugt, dass sich der Großteil der Menschen im Stubaital andere touristische Strategien wünscht, als Retro-Liftprojekte mit einer großflächigen Zerstörung wertvollster Berg-, Alm- und Kulturlandschaften,“ so Michael Stern, Robert Span und Karlheinz Töchterle. Die Unterschriftenaktion im Gmoch würde dies untermauern, betonen auch die Initiatoren Stern, Schöpf und Holzknecht: „Diese Umfrage, die wohl auch als allgemeines Stimmungsbild angesehen werden kann, spricht eine klare Sprache: wir wollen dieses Projekt nicht! Wie viel Widerstand ist noch nötig, damit die Projektwerber endlich auf die Bevölkerung hören?“, fragen sie sich gleichzeitig.

Arge Stubaier Hausberge unterstützt Projektwerber

Die Befürworter verfolgen ihre Pläne derweil weiter. Dafür wurde nun auch eine Arbeitsgemeinschaft Stubaier Hausberge gegründet. Dieser gehören Georg Pfurtscheller, Martin Eberharter, Martin Pittl, Harry Zyka, Sepp Hofer, Adrian Siller, Klaus Kindl, Lukas Rasinger, Christoph Gleirscher und Christian Pfurtscheller an. "Wir beschäftigen uns u.a. mit der Unterstützung der Projektwerber sowie mit der möglichen Verbindung zwischen den Talstationen", erklärt Martin Eberharter vom Hotel Cappella.

"Top Sport- und Freizeitangebot"

Zudem wolle man den Nutzen und die Vorteile des Projekts für die einheimische Bevölkerung kommunizieren, ergänzt er. Die Befürworter sehen im Projekt einen weiteren Schritt hin zu einem "attraktiven Ganzjahresangebot vor der Haustür", versprechen ein "intelligentes Bus- und Parkplatzsystem" und damit insgesamt und insbesondere für Fulpmes eine Verkehrsberuhigung und betonen, dass "durch die Verbindung Elfer und Schlick nicht nur modernisiert, sondern auch wirtschaftlich abgesichert werden können": "Es werden also zusätzliche Steuereinnahmen lukriert, ohne, dass der Steuerzahler ein Risiko trägt", so Eberharter. Zur Finanzierung seitens des TVB Stubai hat Obmann Adrian Siller vergangene Woche informiert – wir berichteten online.
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