"Vereinsheim ist für alle Sportler da"

Die Baustelle wird bis in den Herbst bestehen bleiben: Danach will man für die Zukunft gut gerüstet sein.
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  • Die Baustelle wird bis in den Herbst bestehen bleiben: Danach will man für die Zukunft gut gerüstet sein.
  • hochgeladen von Agnes Czingulszki (acz)

FULPMES/MEDRAZ. Das Vereinsheim in Medraz ist schon seit langer Zeit in die Jahre gekommen. Das Gebäude wurde in den 80ern errichtet und seither kontinuierlich ausgebaut, renoviert und saniert. Den modernen Auflagen eines Vereinsheimes entspricht es aber nun schon seit geraumer Zeit nicht mehr. In Zukunft wird es nicht nur barrierefrei zugänglich, auch die Sanitäranlagen werden moderner und eine Dachterrasse bietet künftig bis zu 50 ZuschauerInnen einen besonderen Blick auf das Fußballfeld.


"Kostet zu viel"

700.000 Euro erscheint aber vielen Fulpmern als eine zu große Ausgabe für das Vereinsheim mit einer verbauten Fläche von 245 qm. Der Bürgermeister, Robert Denifl, meint zur Kritik: "Umsonst gibt's nichts" und verweist darauf, welchen Aufschwung Fußball im Stubaital zuletzt erlebt hat. "Außerdem müssen bestimmte Auflagen – zum Beispiel zur Barrierefreiheit – erfüllt werden. Das kostet auch Geld", führt Denifl weiter aus. Auch eine Baubeschreibung gibt Denifl ab: "Ins Gebäude kommt ein Sportgeräteraum mit anschließendem Reserveraum zur Unterbringung, eine Werkstätte mit Garage, eine Kassa, ein Behinderten-WC mit Lagerraum, Herren- und Damen-Toilette, ein Flur und Vorraum, eine Küche, ein Vereinsheim, sowie ein Technik- und Lüftungsraum. Ebenerdig gibt es eine überdachte Terrasse, die auch als Dachterrasse erschlossen wird." Es ist für Denifl eine klare Sache: Das ganze Stubaital profitiert von dem ausgebauten Fußballplatz und dem neuen Vereinsheim. "Schließlich ist das Vereinsheim nicht nur für die Fußballer, sondern für alle Sportler da. Wir haben viele Sektionen. Die können dann alle hier ihre Sitzungen abhalten." Während das Vereinsheim in Bau ist, bleiben die Sportler auch nicht hungrig: Sie werden im nahegelegenen Tenniscafé verköstigt.


Kantine als Attraktivierung

Die Gemeinde selbst zahlt in die Finanzierung 500.000 Euro ein, was Fulpmes ohne Darlehen stemmen kann. 200.000 Euro müssen vom Fußballverein – durch Ansuchen beim ASVÖ, Land Tirol und Tiroler Fußballverband – eingebracht werden. Der Bürgermeister ist sich sicher, dass es den Standort für internationale Mannschaften weiterhin attraktivieren wird: "Wenn wir auswärtige Mannschaften dabei haben wollen, müssen wir auch was bieten. Der Fußballplatz wurde beispielsweise schon vergrößert, damit er auch für das Training der Profimannschaften geeignet ist. Mit dem Vereinsheim wird das Angebot dann abgerundet." Die alte "Kantine" ist nun abgerissen und die Baustelle eingerichtet. Während der Trainingszeit der aserbaidschanischen Fußballmanschaft FK Qabala werden die Bauarbeiten pausiert. Eine Fertigstellung ist bis Saisonanfang – also im Herbst – geplant.

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