Fulpmes
Wieder ein Wirtshaus weniger

Eine Ära geht zu Ende: Judith und Ossi Hofer sowie Tochter Manuela räumen ihr Gasthaus Hofer derzeit aus.
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Mit dem "Gasthaus Hofer" hat Fulpmes einen Traditionsbetrieb mitten im Dorf verloren.

FULPMES (tk). Was Ossi Hofer 1974 mit seinem Würstlstand in Fulpmes begann, 1976 mit dem legendären Ossi-Keller – einer der ersten Diskotheken im Stubaital – fortsetzte und 1978 mit dem Gasthaus Hofer samt 30 Zimmern sowie später auch Appartements komplettierte, ist Geschichte. Das Gasthaus Hofer hat im Mai diesen Jahres für immer geschlossen.

(Zu) Hohe Auflagen

Über 40 Jahre lang hat Familie Hofer den Betrieb mitten im Dorf erfolgreich bewirtschaftet. Nach Judith und Ossi Hofer wurde 2007 Tochter Manuela mit der Führung betraut. Sie wollte das inzwischen doch etwas in die Jahre gekommene Gebäude auch sukzessive renovieren, doch die Auflagen waren einfach zu hoch: "Ich hätte Lifte einbauen und verschiedene Bereiche barrierefrei gestalten müssen. Das war finanziell einfach nicht zu stemmen", berichtet sie. Die 40-Jährige hat sich daher nach langen Überlegungen und schweren Herzens dazu entschlossen, dicht zu machen.

Eingesessenes Stammpublikum

Ein Umstand, den nicht nur viele Stammgäste aus dem Ausland, sondern auch viele Fulpmer (Vereine) betrauern. Insbesondere am stets sehr gut besuchten Stammtisch spielten sich immer wieder lustige Episoden ab, von denen manche durchaus Stoff für das nächste Dorfgespräch lieferten. Mit dem Gasthaus Hofer verliert Fulpmes ein echtes "Wirtshaus".

Was bringt die Zukunft?

Wie es mit dem stattlichen Gebäude jetzt weitergeht, ist noch nicht endgültig fixiert, dass es aber nochmal als Gasthaus seine Pforten öffnet, ist mehr als unwahrscheinlich. Die Mitarbeiter sind bereits anderweitig untergekommen und Familie Hofer ist derzeit mit den Ausräumarbeiten beschäftigt. Noch bis Ende Juli findet täglich in der Zeit von 10 bis 15 Uhr ein Flohmarkt in den vormaligen Restauranträumlichkeiten statt. Der kann nach telefonischer Vereinbarung unter 0650/628 76 00 auch außerhalb der angegebenen Zeiten besucht werden. Und wenn die letzten Arbeiten vor Ort dann soweit abgeschlossen sind, wird sich Manuela Hofer auch aus dem Stubaital verabschieden: Sie zieht – der Liebe wegen – ins niederösterreichische Weinviertel.
www.meinbezirk.at

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