Gries/Gschnitz
Wieder zwei Nachtschichten für unsere Bergretter

Die zuletzt wirklich widrigen Witterungsverhältnisse halten einige Wanderer offenbar nicht von ihren Unternehmungen ab. Allein im Wipptal musste die Bergrettung seit Sonntag zweimal ausrücken.
  • Die zuletzt wirklich widrigen Witterungsverhältnisse halten einige Wanderer offenbar nicht von ihren Unternehmungen ab. Allein im Wipptal musste die Bergrettung seit Sonntag zweimal ausrücken.
  • Foto: Symbolfoto
  • hochgeladen von Tamara Kainz

Am Montagabend wurde die Bergrettung Gries-Obernberg zu einem Einsatz in Venn alarmiert. Tags zuvor musste auch die BR Steinach-Gschnitztal ausrücken, um Wanderer im Bereich der Bremer Hütte aus ihrer alpinen Notlage zu befreien.

GRIES/GSCHNITZ. Ein deutsches Pärchen kam gestern Abend gegen 19.30 Uhr im Bereich der Sumpfscharte im Tuxer Hauptkamm wegen eines Schneefelds nicht mehr vor und zurück. "Aufgrund der Alarmierung wurde zuerst die Bergrettung Sterzing verständigt. Da sich der Einsatzort aber in Österreich und im Gebiet der Bergrettung Gries-Obernberg befindet, starteten wir einen grenzüberschreitenden Einsatz", berichtet Ortsstellenleiter Bernhard Walder. Neun Bergretter brachen also zu Fuß von Venn Richtung Einsatzort auf. Zeitgleich machten sich zwölf Mann der Bergrettung Sterzing auf den Weg zum Landeplatz nach Pfitsch und ein Bergretter flog mit der Aiut Richtung Einsatzort.

Jodoker halfen mit Gatewaystation

Aufgrund des schlechten Funknetzes im Einsatzgebiet wurde die Ortsstelle St. Jodok ebenfalls alarmiert, um im Bereich Sattelberg eine Gatewaystation einzurichten damit der Funkkontakt gewährleistet ist. Gegen 23 Uhr schließlich, konnte die Besatzung der Aiut die in Bergnot geratenen Wanderer auf einer Seehöhe von rund 2.500 m lokalisieren und bergen. Sie wurden unterkühlt und die Frau leicht verletzt zur Bergrettungsbasis nach Sterzing geflogen.

Ähnlicher Vorfall am Stubaier Höhenweg

Zu einem ähnlichen Vorfall kam es tags zuvor auch im Gschnitztal: Am Sonntagmorgen wollten eine 43-jährige Tschechin und ein 47-jähriger Deutscher trotz der wirklich widrigen Witterungsverhältnisse am Stubaier Höhenweg von der Innsbrucker Hütte zur Bremer Hütte gelangen. Es kam, wie es kommen musste: Die beiden gerieten in Bergnot und setzten gegen 19.30 Uhr im Bereich der Hohen Burg – unterhalb der Äußeren Wetterspitze auf ca. 2.500 m – einen Notruf ab.

BR Steinach-Gschnitztal ebenfalls im Einsatz

Zehn Mann der Bergrettung Steinach-Gschnitztal fuhren mit der Materialseilbahn zur Bremer Hütte und setzten ihren Weg dann zu Fuß fort. Sie fanden die Wanderer schließlich stark unterkühlt vor. Nach der Erstversorgung konnten sie im Rahmen einer aufwändigen Bergeaktion gegen 4 Uhr morgens zur Bremer Hütte gebracht werden.
Von einer Begehung des Stubaier Höhenwegs wurde zugleich auch ganz offiziell abgeraten! Natürlich sollte der Neuschnee jetzt wieder schmelzen, es empfiehlt sich derzeit aber, sich vor Antritt einer Tour generell nochmal über die aktuellen Verhältnisse zu informieren.
www.meinbezirk.at

Autor:

Tamara Kainz aus Stubai-Wipptal

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