Die "Unrechtsgrenze" regt bis heute auf

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BRENNER (ml). Am Grenzübergang wurde am Sonntag, dem „Volkstrauertag“, wie alle Jahre einmal mehr der Teilung Tirols gedacht. Die ist inzwischen 93 Jahre her, der Ruf nach Wiedervereinigung ist aber bis heute nicht verhallt.

Rund 300 Teilnehmer – so die recht hoch anmutende Schätzung – aus allen Teilen Tirols fanden sich zur diesjährigen Protestkundgebung, die unter dem Motto „Tirol-Patrioten sind keine Nazi-Idioten“ stand, ein und brachten ihren Unmut über das so betitelte „fortwährende Unrecht der Brennergrenze“ zum Ausdruck. Neben den Initiatoren LA Sven Knoll und LA Eva Klotz von der Süd-Tiroler Freiheit waren auch BR Stephan Zangerl sowie LA Gottfried Kapferer von der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol, NR Mathias Venier von der FPÖ und der Obmann des Andreas-Hofer- Bundes Tirol, Winfried Matuella unter den ZuhörerInnen.

Realistische Forderungen?
Nach der Begrüßung von Seiten der Veranstalter – „Begrüßung“ des italienischen Geheimdienstes inklusive – forderte Zangerl in seiner Festrede die doppelte Staatsbürgerschaft für Südtiroler und versprach außerdem, sich für die Belange der „Südtiroler Patrioten“ einzusetzen.

Klotz appellierte an die Politik, sich nicht Gedanken darüber zu machen, wie man Italien retten könnte, sondern die notwendigen Schritte in die Wege zu leiten, um Südtirol von Italien abzuspalten. Auch Knoll blies in dasselbe Horn, indem er den Freiheitskämpfern der 1960er-Jahre für ihren Einsatz dankte.

An die Tiroler Jugend gerichtet, meinte er, dass sie sich ihrer Verantwortung für die Zukunft einer gemeinsamen Heimat bewusst werden und für die Freiheit und Einheit Tirols einstehen sollte. Zum Abschluss der polarisierenden Kundgebung wurde am Grenzstein ein Kranz nieder gelegt, mit dem an die Teilung und an die Opfer des Freiheitskampfes gedacht wurde.

Autor:

Tamara Kainz aus Innsbruck

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