Sicherheit und Trends beim Rodeln

Die beiden Ex-Profirodler Sandra Mariner und Florian Batkowski gaben Tipps zur richtigen Technik beim Rodeln
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  • Die beiden Ex-Profirodler Sandra Mariner und Florian Batkowski gaben Tipps zur richtigen Technik beim Rodeln
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IGLS/NEUSTIFT (suit). Rodeln liegt bei Groß und Klein voll im Trend und ist mit jährlich rund 4.600 Verletzten gleichzeitig eine der gefährlichsten Sportarten. Um auf Trends und Sicherheitsfragen beim Rodelsport einzugehen, lud das Kuratorium für Verkehrssicherheit Journalisten zur zweitägigen Schulung "Sicher Rodeln" nach Igls und Neustift ein. Bei einem Rodel-Seminar auf der Naturbahn beim Elferlift in Neustift erklärten Rodelprofis, worauf es beim Rodeln ankommt und wie man richtig agiert, um Unfälle zu vermeiden. Bei der anschließenden Probefahrt auf der Kunsteisbahn Innsbruck-Igls kam auch der Spaß für die Schulungsteilnehmer nicht zu kurz.

Rodeln im Trend
Schlitten werden seit Jahrtausenden als Transportmittel genutzt. Nach und nach entwickelte sich dieses Arbeitsgerät zu einem beliebten Wintersportvergnügen. Die Gründe der zunehmenden Beliebtheit liegen auf der Hand: Bewegung in der freien Natur und vergleichsweise geringe Kosten machen Rodeln für viele interessant. Die Gefahren bei dieser beliebten Trendsportart werden dabei oft unterschätzt. Vor allem Stürze und Zusammenstöße führen häufig zu Unfällen. Die häufigsten Verletzungen sind dabei Knochenbrüche, aber auch schwerwiegende Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen.

Sicherheit beim Rodeln
Von allen Verunfallten tragen 94 Prozent zum Unfallzeitpunkt keinen Helm. Besonders viele Unfälle passieren zudem nach 20 Uhr am Abend. Der Präsident des Österreichischen Rodelverbandes, Michael Bielowski, warnt gerade bei Kindern vor Plastik-Bobs: "Da die flachen Schalen keine Kufen haben, kann man besonders schlecht lenken und bremsen". Durch das geringe Gewicht der Kinder würden Bobs zudem nicht in den Schnee einsinken und deshalb sei ein Abbremsen zum Stehenbleiben besonders schwer. Die Experten verweisen in diesem Zusammenhang vor allem auf die Bedeutung der richtigen Ausrüstung. Auf Helm, Brille, festes Schuhwerk, lenkfähige Rodel, Handschuhe und Beleuchtung am Abend sollte keinesfalls verzichtet werden. Die Geschwindigkeit muss auf Sicht- und Untergrundverhältnisse sowie auf das eigene Können angepasst werden. Alkohol hat auf der Rodelstrecke nichts verloren.

Rodelregeln
1. Nimm Rücksicht auf andere Rodelbahnbenützer
2. Beachte Sperren und Warnhinweise
3. Verwende gute Ausrüstung
4. Rechts hintereinander aufsteigen
5. Fahre kontrolliert, auf Sicht und halte Abstand
6. Mach auf Dich aufmerksam - warne Aufsteiger durch Rufen
7. Warte an übersichtlichen Stellen auf Deine Begleitung
8. Rodeln auf Schipisten ist gefährlich und verboten
9. Keine Hunde auf Rodelbahnen
10. Keine Beeinträchtigung durch Alkohol und Medikamente
Auch beim Rodeln gilt: Leiste Erste Hilfe und weise dich bei Unfällen aus!

Autor:

Thomas Suitner aus Westliches Mittelgebirge

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