Hauptmautstelle Schönberg
Hochbetrieb auf 26 Spuren

Laura aus Ellbögen arbeitet heuer für sechs Wochen in der Mautstelle: "Es macht Spaß, vielleicht komme ich nächstes Jahr wieder."
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  • Laura aus Ellbögen arbeitet heuer für sechs Wochen in der Mautstelle: "Es macht Spaß, vielleicht komme ich nächstes Jahr wieder."
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Digitalisierung, Ferialkräfte, Sommerreiseverkehr – Vertreter der Asfinag präsentierten Zahlen, Daten und Fakten rund um die Hauptmautstelle Schönberg.

SCHÖNBERG (tk). Digitalisierung ist auch bei der Asfinag ein großes Thema. Egal ob Jahres-, Kurzzeitvignette oder Streckenmaut – alles ist bereits online sowie bei vielen Vertriebspartnern erhältlich, damit sich die Schranken für Reisende rascher öffnen. Seit Juli neu ist das Angebot der "digitalen Streckenmaut flex", bei dem registrierten Nutzern die gefahrene Strecke erst im Nachhinein verrechnet wird. "Das hat den Vorteil, dass man sich nicht schon im Vorfeld auf einen Korridor festlegen muss", informiert Asfinag-GF Ursula Zechner. Österreichweit würden bereits 50 Prozent der Verkehrsteilnehmer von den modernen Services Gebrauch machen, in Schönberg fahren gar schon 68 Prozent der Verkehrsteilnehmer "durch", so Zechner weiter.

Täglich und rund um die Uhr

Nichtsdestotrotz sind an der größten Mautstelle Österreichs nach wie vor gut 60 MitarbeiterInnen beschäftigt. Derzeit wird das Team durch rund 40 Ferialkräfte verstärkt. Das aber nicht nur, um interne Urlaubszeiten abzudecken, sondern auch, weil im Sommer die absoluten Spitzen im Verkehrsaufkommen erreicht werden. "An starken Reisewochenenden fertigen wir ca. 130.000 Fahrzeuge auf den 26 Spuren ab – unsere Ferialkräfte schaffen etwa 2.000 pro Schicht. Das, obwohl die Position des 'Mautners' anspruchsvoller ist, als manche glauben wollen. Es bedarf vieler einzelner Schritte, man muss Druck aushalten und dabei noch sehr genau sein", weiß der Leiter für Mauteinhebung und Vertrieb, Rudolf Nagele aus Trins, mit dem Nachsatz, dass man trotz aller eingangs erwähnten modernen Errungenschaften auch weiterhin "Servicepoint" bleiben und den Kundenkontakt mit den Durchfahrenden pflegen wolle.

Kaum Zunahme des Pkw-Verkehrs

Generell ist auch den Asfinag-Vertretern klar, dass man heuer insbesondere auf der Brennerautobahn mit mehr Staus zu kämpfen hat als sonst. Zwar hat der Pkw-Verkehr bisher im Vergleich zum Vorjahr laut Vertriebsleiter Stefan Zangerle nur leicht zugenommen, die Blechlawinen seien dennoch nicht alleine durch die Langzeit-Baustelle auf der Europabrücke bedingt, wird betont. Um den Verkehrsfluss möglichst aufrecht zu erhalten, hätte man selbige vor Pfingsten sogar noch einmal optimiert, halten die Verantwortlichen fest und beteuern gleichzeitig, dass überhaupt viel getan werde, um Bauarbeiten flott "über die Straße" zu bringen: "Wir haben sehr hohe Anforderungen an die Unternehmen, indem wir den Auftragnehmern beispielsweise extrem kurze Zeitfenster anbieten, und sind dort in der Nacht tätig, wo es möglich ist. Auf der Europabrücke ist dem nicht so." Parallel dazu wurde allerdings eingestanden, dass auch die Asfinag wirtschaftlich agieren müsse – man also zusätzliche Kosten für eine noch effizientere Baustellenabwicklung scheue.
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