06.09.2016, 20:50 Uhr

Alte Zöpfe, ein alter Hut

Das haben wir schon immer so gemacht
Killerphrase wird eine solche Aussage auch genannt.
Oder Totschlagargument.

Ausgesprochen von Schnarch Nasen, die ihre Zeit bis zur Rente möglichst schadlos absitzen wollen und so allen Fortschritt blockieren. So will es zumindest das Klischee, das allzu gerne bedient wird.

Also dann lieber jung dynamisch, erfolgreich, auf jede neue Idee springen und das bewährte Alte über Bord werfen?

Auch nicht der wahre Jakob. Wie immer liegt die Wahrheit in der Mitte und das nicht nur im Berufsleben. Auch im privaten Alltag kleben wir oft wie zäher Leim an Gewohnheiten und stehen uns damit selbst im Weg.

Was könnten wir alles erleben, wenn wir uns bloß ein bisschen mehr trauen würden!


Bevor wir jetzt alle Konservativen und Zögerer ungespitzt in den Boden rammen, naht kompetente Hilfe von den Hirnforschern. Sie haben herausgefunden, warum der Homo sapiens gern Neues ablehnt und lieber in dem alten Stiefel weitermacht: Dopamin heißt der Zaubersaft, ein Neurotransmitter, der vom Belohnungssystem im Gehirn ausgeschüttet wird. Und zwar zuerst dann, wenn Altbekanntes wahrgenommen wird.

Beim zweiten Nachdenken kann sich das Neue schon etwas vertrauter anfühlen. Immerhin das erste Dopamin ist im Anmarsch und der Antrieb, sich auf etwas Ungewohnten einzulassen, wird umso stärker, je mehr man sich mit dem neuen Gedanken befasst. Es lohnt sich also, offen für Neues zu sein…
Versuchen Sie es wenigstens!
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Weitere Beiträge zu den Themen
2 Kommentareausblenden
3.658
Gerhard Heising aus Stubai-Wipptal | 06.09.2016 | 21:12   Melden
35.100
Elisabeth Staudinger aus Vöcklabruck | 07.09.2016 | 07:38   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.