29.08.2016, 13:29 Uhr

Andere Länder andere Sitten

Wenn ein Stammesmitglied der Babemba in Südafrika ungerecht gewesen ist oder unverantwortlich gehandelt hat, wird er in die Dorfmitte gebracht, aber nicht daran gehindert wegzulaufen.

Alle im Dorf hören auf zu arbeiten und versammeln sich um den „Angeklagten“.
Dann erinnert sich jedes Stammesmitglied, ganz gleich welchen Alters, die Person in der Mitte daran, was sie in ihrem Leben Gutes getan hat. Alles, woran man sich in Bezug auf diesen Menschen erinnern kann, wird genau dargelegt. Alle seine positiven Eigenschaften, seine guten Taten, seine Stärken und seine Güte werden in Erinnerung gerufen und sehr ausführlich geschildert. Diese Geschichte über diese Person werden mit absoluter Ehrlichkeit und großer Liebe erzählt.

Niemand darf das Geschehene übertreiben und alle wissen, dass sie nichts erfinden dürfen.

Die Zeremonie wird so lange fortgeführt, bis jeder im Dorf mitgeteilt hat, wie sehr er diese Person als Mitglied der Gemeinschaft schätzt und respektiert.

Der ganze Vorgang kann mehrere Tage dauern. Am Ende wird der Kreis geöffnet und nachdem der Betreffende wieder in den Stamm aufgenommen worden ist, findet ein fröhliches Fest statt.
Warum erzähle ich das?
Nette Geschichte, sagen Sie? Vielleicht. Aber Hand auf’s Herz:
Möchten Sie nicht gerne so behandelt werden, wenn bei Ihnen mal was schief gelaufen ist?
Darüber sollten Sie nachdenken…
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Gerhard Heising aus Stubai-Wipptal | 30.08.2016 | 20:33   Melden
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Eva Klingler aus Kufstein | 30.08.2016 | 22:18   Melden
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Elisabeth Staudinger aus Vöcklabruck | 02.09.2016 | 06:24   Melden
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