24.12.2017, 12:18 Uhr

Die Fettleber klagt ...

Pfarrkirche “Zum Hl. Kreuz”
24. Dezember 2017
gerade zu Weihnachten gehört sie zu den beliebtesten Beschwerden. Wer beim festlichen Trend dabei sein möchte, sollte darauf achten, möglichst viel Süßes und Fettes zu sich zu nehmen.
Der Name Fettleber kommt nämlich nicht von ungefähr.
Obst und Gemüse sollten unter keinen Umständen auf dem Speiseplan stehen, wenn unbedingt nötig, kann man zur Gans eine halbe Kartoffel mit viel Butter und einen Löffel Schmalz mit Rotkohldressing essen. Ganz wichtig:
Den Teller nicht vollmachen, das wirkt unästhetisch, sondern lieber drei- oder viermal nachladen. Möglichst alle fetthaltigen Teile aufessen, denn Fett lässt sich außerhalb des Körpers schlecht lagern.
Alkohol in jeder Form ist der perfekte Begleiter zu allen fetthaltigen Gerichten, und hier gilt die alte medizinische Devise:
Viel hilft viel. Wer ernsthaft an einer Leberverfettung interessiert ist, darf sich nach dem Essen auf keinen Fall bewegen, sonst kann man lange auf die Zirrhose warten. Natürlich sollte man auch an den Feiertagen das Kalorienzählen nicht vergessen. Wenn dabei keine 8000 vor dem Komma steht, droht Gefahr dann muss unbedingt nachgefüllt werden.

Aber Achtung: In diesem Jahr ist es wichtig, ganz schnell umfangreiche Fett- und Zuckerreserven zu horten, denn Heiligabend fällt auf einen Sonntag und die meisten Geschäfte nehmen tatsächlich zum Vorwand, um nicht zu öffnen. Sollte es zu einem bedrohlichen Absinken des Fettspiegels kommen, kann man sich aber in der nächsten Tankstelle mit ein paar Chips etwas Linderung verschaffen.
Jetzt möchte ich schon, dass Sie lachen …
Alle Jahre wieder …

So las ich es in einer Zeitung und dachte dabei, wie kann ich Menschen eine Botschaft senden, die zum Nachdenken anregt, wenn nicht an Weihnachten, wann dann?
Nachhaltigkeit heißt, mit den Ressourcen haushalten …
Denken Sie auch an die Botschaft von Bischof Hermann Glettler.
Wie wollen wir unsere schöne Umgebung, unser Land Tirol erhalten?
Wie wollen wir Klimaschutz verantwortlich leben?
Wenn wir es nicht erkennen, es gibt Grenzen – nach innen und nach außen.
Grenzen setzen – das machen wir schon bei unseren Kindern, weil wir wissen, sonst finden sie keine mehr. Wenn wir es nicht vorleben, nicht Vorbilder sind.

Ich habe die Frage gestellt, warum leben Tiroler länger?
Ich denke, wenn wir unsere Vorfahren nicht verstehen, nicht erkennen, was wir tun müssen, ändern müssen, uns anpassen. Unsere Vorfahren wussten, wir müssen was ändern …

Es geht nicht im Leben darum, größer weiter, schneller, höher zu kommen.
Ich meine hier nicht den Sport.

Sich Ziele setzen, Ziele definieren …

Wenn ein jeder diesen Schlüssel in sein Haus steckt, dann haben wir verstanden, dann können auch unsere Kinder noch die Frage stellen, warum leben Tiroler länger? und Sie werden Antworten finden und bekommen …

- Und das wünsche ich allen, die Antwort finden …
- So habe ich in meinen Beiträgen, Wege gezeigt, wie man da hin kommt …
- Ich nehme Sie auch weiter gerne mit …

Ich wünsche allen bei Ihrer Trauer, Gott gebe Ihnen die Kraft und Zuversicht, um sich vom Schicksal zu erholen, das Leben geht weiter. Allen Kranken wünsche ich baldige Genesung. Vielleicht findet sich jemand, durch Pfarrer Scheiring aufmerksam gemacht, der die Antwort gibt, von wem bekomm ich jetzt a Zuckerl?

Der Friede sei mit Euch.
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Anna Aldrian aus Graz-Umgebung | 25.12.2017 | 09:27   Melden
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renate krska aus Neubau | 25.12.2017 | 17:22   Melden
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Gerhard Heising aus Stubai-Wipptal | 28.12.2017 | 22:00   Melden
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