09.02.2017, 20:20 Uhr

Ein riesen Thema HBCD

Verbot für Flammschutzmittel HBCD
Umweltbundesamt Österreich informiert

(Wien, 11. März 2016) Herstellung und Anwendung des Flammschutzmittels HBCD sind ab März 2016 in der EU verboten. Der Stoff ist in die POP Verordnung über persistente organische Schadstoffe aufgenommen worden. Ausnahmen auf Grund der REACH Verordnung gelten weiterhin.

HBCD (Hexabromcyclododecan) wird vor allem in Dämmplatten verwendet, als Zusatzstoff in Beton, in elektrischen und elektronischen Produkten, in Textilien und Polstermöbeln.

Nachweis von HBCD in der Prüfstelle des Umweltbundesamtes


Die Prüfstelle im Umweltbundesamt kann den Stoff in fast allen Umweltmedien analysieren, aber auch in Produkten und Materialien wie etwa Polystyrol, Möbelbezügen und Vorhängen. Als eines von wenigen Labors kann die Prüfstelle HBCD bereits in geringen Konzentrationen nachweisen, daher sind z.B. Grenzwertüberprüfungen von Styroporprodukten kein Problem.


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Umweltgift HBCD

HBCD ist ein langlebiges Umweltgift, das sich stark in Organismen anreichert und im Verdacht steht, fortpflanzungsschädlich zu sein. Die Substanz verteilt sich über weite Entfernungen und ist auch fernab von industriellen Aktivitäten wie z.B. in arktischen Regionen nachweisbar.
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Weitere Informationen:

Sondermüll am Haus, Riesenärger mit alten Dämmplatten
FAQ: Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Dämmen mit Styropor

HBCD-haltige Dämmstoffe gelten ab 30. September 2016 als „gefährlicher Abfall“ – Umweltbundesamt Deutschland veröffentlicht Hintergrundpapier

Dämmen lohnt sich

Wie werden HBCD-haltige Dämmstoffe entsorgt und können sie recycelt werden?

Das Erbe des "dreckigen Dutzend"

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Hier ein Auszug aus 2015, meine Berichte gingen aber noch weiter zurück...
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Dauergifte - Bedrohung für das Leben in den Alpen

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5.873
Gerhard Heising aus Stubai-Wipptal | 10.02.2017 | 21:34   Melden
5.873
Gerhard Heising aus Stubai-Wipptal | 12.02.2017 | 00:09   Melden
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