20.03.2017, 10:49 Uhr

K3 – Die neue Konferenz zur Klimakommunikation

20.3.2017
Der Klimawandel ist eine große Bedrohung für die Menschheit – aber die scheint sich nur punktuell dafür zu interessieren. Warum das so ist und welche Kommunikation das ändern kann, wird eine wissenschaftliche Konferenz am 25. und 26. September 2017 in Salzburg beschäftigen.

Erstmals im deutschsprachigen Raum werden Experten aus Wissenschaft und Praxis unter dem Titel „K3 – Kongress zu Klimawandel, Kommunikation und Gesellschaft“ über neue Wege in der Klimakommunikation diskutieren.

Veranstalter sind wissenschaftliche Fachstellen zur Klimaforschung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – Deutsches Klima-Konsortium (DKK), Climate Change Centre Austria (CCCA) und ProClim von der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz - sowie das Wissenschaftsportal klimafakten.de . „Klimawandel, seine Ursachen und Folgen – das war bisher vor allem ein Thema für die Naturwissenschaften“, erklärte CCCA-Vorstand Herbert Formayer. „Die wichtigsten naturwissenschaftlichen Fragen sind inzwischen geklärt – nun kommt es auf gesellschaftliche Debatten und politische Entscheidungen an, und dabei sind die Sozialwissenschaften stärker gefragt.“

Trump-Wahlkampf, Brexit-Kampagne, Leugner des Klimawandels – Warum sind Fakten für viele Menschen immer unwichtiger?


Auf der zweitägigen Konferenz im neuen Unipark Nonntal der Universität Salzburg werden hochkarätige Referenten aus dem In- und Ausland einen Überblick über den internationalen Stand der Forschung zur Klimakommunikation geben. „Der Wahlkampf von Donald Trump in den USA oder die Kampagne für den Brexit haben gezeigt, dass Fakten viele Menschen gar nicht erreichen. Auch beim Thema Erderwärmung stoßen, wie man an den Leugnern des Klimawandels sieht, traditionelle Formen der Wissenschaftskommunikation an ihre Grenzen“, sagte Urs Neu von ProClim. „Die Tagung wird zum Beispiel mit Erkenntnissen aus der Psychologie beleuchten, warum das so ist.“ Außerdem werden neue Formen der Klimakommunikation vorgestellt; erkundet wird beispielsweise, welche Rolle Kunst und Kultur spielen können.

Bei der Gestaltung des Tagungsprogramms berät ein Programmbeirat mit renommierten Vertretern aus Wissenschaft und Praxis die Veranstalter (siehe Liste unten).

Mit neuesten Erkenntnissen aus Psychologie und Soziologie besser über Klimawandel sprechen

„Disziplinen wie die Sozialpsychologie, Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Politologie, Kognitions- und Medienwissenschaften haben viel dazu zu sagen, wie Menschen über Klimawandel denken und Entscheidungen zum Klimaschutz treffen – oder eben nicht“, betonte Marie-Luise Beck vom Deutschen Klima-Konsortium (DKK). „In Salzburg wollen wir neueste Erkenntnisse aus der Forschung so präsentieren, dass Praktiker das nutzen können – zum Beispiel Klimaschutzmanager in Kommunen oder Unternehmen, Politiker und Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen genauso wie Praktiker in den Medien und der Öffentlichkeitsarbeit.“ Finanziell unterstützt wird die Konferenz von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

„Die Sozialforschung rund um Klimawandel, Klimaschutz und Klimaanpassung entwickelt sich derzeit hoch dynamisch, doch sind die empirischen Befunde weit verstreut und kaum bekannt“, erklärte Carel Mohn, Leiter von klimafakten.de. „Die Konferenz in Salzburg soll relevante Forschungsergebnisse zusammenführen und neue Forschung zum Thema anregen.“

Anmeldung und Programm

Wenn Sie an weiteren Informationen zu Anmeldung und Programm interessiert sind, schicken Sie bitte eine E-Mail an K3@ccca.ac.at – wir informieren Sie dann, sobald das Programm der Konferenz feststeht und es eine Möglichkeit gibt, sich anzumelden.

Programmbeirat K3

Dr. Silke Beck, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, Leipzig
Prof. Dr. Michael Brüggemann, Universität Hamburg
Dr. Irene Gabriel, Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Wien
Prof. Dr. Torsten Grothmann, Universität Oldenburg
Prof. Dr. Heinz Gutscher, Universität Zürich
Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb, Universität für Bodenkultur Wien
Prof. Stephan Lewandowsky, University of Bristol
Jonathan Lynn, Pressesprecher IPCC, Genf
Christopher Schrader, Wissenschaftsjournalist, Hamburg
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