28.05.2017, 13:41 Uhr

Kennen Sie das? Die Gschicht von den drei Söhnen?

Zu allen Zeiten haben sich Menschen Geschichten erzählt, aus denen tiefgründige Wahrheiten hervorgehen. Diese erreichen bis heute eine größere Wirkung als Gebote mit erhobenem Zeigefinger.

Heute erzähl ich eine Geschichte vom russischen Philosophen und Schriftsteller Lew Nikolajewitsch Tolstoi.

Den tiefgründigen Sinn möge ein jeder selbst erforschen.
PS: Er soll auch mit drei Töchtern funktionieren!

Drei Frauen kommen an einen Brunnen, um Wasser zu schöpfen.
Sie erzählen von ihren drei Söhnen. „Meinen Sohn solltet ihr singen hören“, sagte die erste, „das tönt so schön, als ob eine Nachtigall singen würde.“ Die zweite sagte: „Mein Sohn ist stark und schnell. Er schleudert einen Stein fast bis zu den Wolken und fängt ihn wieder auf.“
Die dritte schwieg. Da fragten die anderen: „Und dein Sohn?“ „Was soll ich erzählen“, sagte sie, „mein Sohn ist ein junger Bursche wie anders auch.“ Nun machten sich die drei Frauen auf den Heimweg. Die Sonne brennt, der Wassereimer wird schwer und schwerer. Da kommen den Frauen ihre drei Söhne entgegen. Der Erste singt so schön wie eine Nachtigall, der Zweite schleudert Steine in die Luft und fängt sie wieder. Der Dritte aber läuft zu seiner Mutter und nimmt ihr den Eimer ab. Ein alter Mann neben dem Brunnen hat alles mit angesehen. Eine der drei Frauen fragt ihn: „Nun, was sagst du zu unseren drei Söhnen?“ „Drei Söhne?“, fragte der Alte, „ich sehe nur einen!“

Mein Spruch hierzu:
Ich könnte ja was erzählen, ich kenn ja meine Gschicht, doch ich möcht ja etwas neues erfahren, ich hör lieber zu.

Darüber sollten Sie nachdenken …
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Ilse Hanold aus Rudolfsheim-Fünfhaus | 28.05.2017 | 14:26   Melden
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Gerhard Heising aus Stubai-Wipptal | 28.05.2017 | 15:09   Melden
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