15.06.2017, 09:14 Uhr

Kieler Woche: Meeresforschung zum Mitmachen

70 Prozent der Erdoberfläche sind von Meeren bedeckt. Diesem Teil unseres Planeten widmet sich die Ausstellung der Kieler Meereswissenschaften während der Kieler Woche. (Foto: Copyright Geomar: J. Steffen, Geomar)
Umfangreiches Programm im Wissenschaftsjahr „Meere und Ozeane“

Geomar: 13.06.2017/Kiel. Beim größten Segelsportereignis der Welt, der Kieler Woche, spielt das Meer natürlich eine Hauptrolle. Doch nicht nur dort. Wie groß der Einfluss der Meere und Ozeane auf das Leben aller Menschen ist, können Besucherinnen und Besucher der Kieler Woche bei Ausstellungen, Vorträgen und beim Open-Ship der Kieler Meereswissenschaften erleben. Wer Lust hat, kann sich sogar aktiv an der Forschung beteiligen. Alle Aktionen sind in diesem Jahr in das bundesweite Wissenschaftsjahr 2016*17 „Meere und Ozeane“ eingebunden.

Riesige unerforschte Flächen, unentdeckte Arten, nicht verstandene Zusammenhänge – die Meere und Ozeane geben uns noch viele Rätsel auf. Dabei sind sie wichtig für die Zukunft der Menschheit. Die Hälfte unseres Sauerstoffs kommt aus den Meeren, sie beeinflussen unser Klima entscheidend. Und sie sind bedroht: vom Klimawandel, von Verschmutzung, von zu starker Nutzung. Das Wissenschaftsjahr „Meere und Ozeane“ rückt die von Meeren bedeckten 70 Prozent der Erdoberfläche daher in den Mittelpunkt des Interesses. Die Kieler Meereswissenschaften sind hierbei ein wichtiger Partner und bringen die Welt der Ozeane natürlich auch zum größten Segelsportereignis der Welt: zur Kieler Woche.

Zentraler Anlaufpunkt für alle, die sich für Meere und Ozeane interessieren, ist die Kiellinie rund um das Aquarium GEOMAR. Dort präsentieren das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und der Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ ab kommenden Freitag eine umfangreiche Ausstellung zu Themen, die Forscherinnen und Forscher aktuell beschäftigen.

Mehrere sogenannte Citizen-Science-Projekte laden die Gäste ein, sich auch aktiv an der Wissenschaft zu beteiligen. Dabei geht es um die Küsten auf unserer Erde und den Meeresspiegelanstieg, um sehr kleine marine Lebewesen, das Plankton, oder um den nachhaltigen Konsum von Fisch. „Die Meeresforschung bemüht sich zunehmend, interessierte Menschen außerhalb der Fachwelt mit in die Forschung einzubinden, zum Beispiel bei der Auswertung vieler Fotos“, sagt Dr. Andreas Villwock, Sprecher des GEOMAR. Jeder Beitrag zählt, auch während der Kieler Woche.

Für Kinder, Jugendliche und Familien bietet das Team des ozean:labors der Kieler Forschungswerkstatt zusätzlich zahlreiche Experimente zu den Themen Müll im Meer und zu dem Meer vor unserer Haustür. Wer einfach nur genießen möchte, kann sich in der Kinoecke des Ausstellungszelts Filme rund um die Meereswissenschaften ansehen. Darunter ist auch ein 3D-Tauchgang in die Tiefsee, der während der Kieler Woche seine Premiere erlebt. Das Projekt entstand im Rahmen eines Hochschulwettbewerbes zum Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane am Zentrum für Kultur- und Wissenschaftskommunikation der Fachhochschule Kiel.

Auch das Forschungsschiff ALKOR kann während der Kieler Woche wieder besichtigt werden. Am Freitag, 23. Juni, geben Kieler Forscherinnen und Forscher in dem Programm „Was lebt denn da im Meer?“ an Deck und in den Laboren der ALKOR Einblicke in die Lebewelten der Ost- und Nordsee“.

Bei den traditionellen Kieler-Woche-Vorträgen reicht die Bandbreite der Themen in diesem Jahr von Seevögeln der Amrumbank über Migrationsbewegungen im Pazifik bis zur Biologie der Tiefsee.

„Hier in Kiel zeigen wir die gesamte Bandbreite der Forschungsthemen rund um die Meere und Ozeane. Wir laden alle Besucherinnen und Besucher der Kieler Woche herzlich ein, sich bei uns zu informieren, mitzumachen und so mehr über das Meer und seine Küsten zu erfahren“, sagt Friederike Balzereit, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit beim Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“.

Unter dem Hashtag #OzeanKiWo sind die Meereswissenschaften während der Kieler Woche auch in den Sozialen Medien aktiv.
1
Einem Mitglied gefällt das:
1 Kommentarausblenden
6.454
Gerhard Heising aus Stubai-Wipptal | 23.06.2017 | 18:58   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.