01.06.2017, 22:12 Uhr

PIK STATEMENT zu Präsident Trumps Rückzug aus dem Pariser Klima-Abkommen

PIK 1.6.2017
US-Präsident Trump hat heute angekündigt, aus dem Klima-Abkommen von Paris auszusteigen.

Dazu Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen der Bundesregierung (WBGU) und Vorsitzender des High Level Panel on Decarbonisation Pathways der Europäischen Kommission:


„Dem Fortschritt der weltweiten Klimapolitik wird es nicht substanziell schaden, wenn Amerika tatsächlich das Paris-Abkommen verlässt; schaden wird es aber den USA. China und Europa werden globale Führer auf dem Weg zu einer sauberen und sicheren Energiezukunft, und sie werden ihre Position verstärken, wenn die USA zurückrutschen ins Nationale. Auch innovative US-Bundesstaaten wie Kalifornien, immerhin die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt, werden weiter Emissionsreduktionen vorantreiben. Die Leute von Trump hocken in den Schützengräben der Vergangenheit, statt die Zukunft aufzubauen. Sie erkennen nicht: Die Klimakriege sind vorbei - das Wettrennen um nachhaltigen Wohlstand läuft.“

Eigene Anmerkung:
“Planet first Mr. President“
Trump hat sich allerdings, seiner brachialen Rhetorik zum Trotz, nicht für die schärfste Variante entschieden: Die USA bleiben Mitglied der allgemeinen Uno-Klimaverhandlungen, sie kündigen nur den Klimavertrag.

Das geht den Vertragsstatuten zufolge aber erst drei Jahre nach Inkrafttreten des Beitritts, also im November 2019. Nach einem weiteren Jahr wären die USA raus, mithin am Ende von Trumps Amtszeit. Das Land kann aber jederzeit wieder zurück.

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Gerhard Heising aus Stubai-Wipptal | 02.06.2017 | 08:50   Melden
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