09.11.2016, 14:26 Uhr

PIK STATEMENT zum deutschen Klimaschutzplan 2050

PIK 9.11.2016
Der deutsche Klimaschutzplan 2050 wird voraussichtlich entgegen der bisherigen Planung an diesem Mittwoch nicht verabschiedet.

Dazu Ottmar Edenhofer, Chef-Ökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), außerdem Professor an der TU Berlin und Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change:

"Hier wurde eine wichtige Chance vertan - eine Chance für die Wirtschaft, weil der Klimaschutzplan die Rahmenbedingungen für saubere Technologien bieten sollte. Und eine Chance für die Reform des Europäischen Emissionshandels. Wenn nun der Plan überarbeitet wird, ist eines zentral: Deutschland muss sich für einen CO2-Mindestpreis im Europäischen Emissionshandel einsetzen. Ein solcher Mindestpreis setzt Anreize für Innovationen, er macht das Verfeuern fossiler Brennstoffe teurer, und er ist damit die Voraussetzung für einen deutschen Kohleausstieg. Ohne Mindestpreis würden deutsche Emissionsreduktionen nur dazu führen, dass europäische Nachbarn mehr Treibhausgase ausstoßen können, so ist das bisherige Konstrukt des Emissionshandels. Ohne Mindestpreis wird nicht in ausreichendem Maße in saubere Technologien investiert werden.

Erinnerung: Mein Beitrag
Die to do Liste von Paris 2015
Die Welt schaut auf Deutschland, kriegen die den Ausstieg aus Kohle hin?

Wir haben es in der Hand, dieses Handelssystem so umzubauen, dass es wirklich etwas bringt. Ein reformierter Emissionshandel wäre dann auch ein Vorbild für die Emissionshandelssysteme, die in vielen Teilen der Welt aufgebaut werden."

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Elisabeth Staudinger aus Vöcklabruck | 10.11.2016 | 07:21   Melden
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