26.10.2016, 17:04 Uhr

Risiken und Chancen der Paris-Vereinbarung: Abschlusstreffen des ADVANCE-Projekts in Brüssel

Abschlusstreffen des Advance-Projekts in Brüssel. (Foto: Copyright PIK: PIK)
PIK 24.10.2016 – Um die Ziele der Paris-Vereinbarung zur Klimastabilisierung einzuhalten müssten die bisher gemachten Vorschläge der Länder der Welt zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen noch deutlich verbessert werden. Während der Einsatz erneuerbarer Energien den Energiesektor nahezu vollständig dekarbonisieren könnte, sind mit Blick auf die 1.5°C Leitplanke zusätzliche Maßnahmen nötig um auch Emissionen in anderen Sektoren zu senken, etwa durch eine Verlagerung zu Elektro- oder Wasserstoff-Fahrzeugen. Dies sind nur einige der abschließenden Ergebnisse des ADVANCE-Projekts, die derzeit in Brüssel präsentiert und diskutiert werden. Das Akronym steht für „Advanced Model Development and Validation for Improved Analysis of Costs and Impacts of Mitigation policies” und bezeichnet ein von der Europäischen Union gefördertes beispielloses Forschungsprojekt.

Risiken und Chancen der Paris-Vereinbarung: Abschlusstreffen des ADVANCE-Projekts in Brüssel

„Vierzehn Forschungseinrichtungen aus aller Welt haben sich in den vergangenen vier Jahren zusammengetan, um eine neue Generation so genannter 'Integrated Assessment Models' zu entwickeln“, sagt Projektleiter Gunnar Luderer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. „Dabei geht es ebenso um anspruchsvolle Computersimulationen, die soziale und ökonomische Interaktionen und ihren Einfluss auf den Klimawandel beschreiben wie um Optionen zur Stabilisierung des Klimas durch die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen, die sowohl Temperaturziele als auch ökonomische Kosten berücksichtigen. Diese Informationen können für Entscheidungsträger von großer Bedeutung sein“. Das internationale Team von Wissenschaftlern hat die verbesserten Modelle zur Einschätzung der Implikationen der Paris-Vereinbarung angewandt. Dabei wurde auch das angestrebte Ziel berücksichtigt, die globale Erwärmung nicht nur auf deutlich unter 2°C, sondern auf 1,5°C zu beschränken.

Das Abschluss-Treffen bringt Entscheidungsträger, Klimapolitik-Experten und ADVANCE-Wissenschaftler in Brüssel zusammen. Die Ergebnisse sollen in der nächsten Zeit sowohl in policy briefs als auch in wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht werden.
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