02.02.2018, 12:23 Uhr

Weltraum Sommerschule Alpbach 2018 erforscht Asteroiden

AIM networking with CubeSats, Die von der ESA vorgeschlagene „Asteroid Impact Mission“ (AIM) zum binären Asteroidensystem Didymos wird zwei „CubeSat Opportunity Payloads“ (COPINS) mit sich führen, um die wissenschaftlichen Ziele des Haupt-Raumschiffs und seines Landers zu unterstützen. (Foto: Copyright ESA - ScienceOffice.org)
ESA: 17.-26. Juli, Alpbach/Tirol: Insgesamt 60 junge Wissenschaftler aus ganz Europa werden für die Teilnahme an der renommierten Talentschmiede für zukünftige Satellitenmissionen ausgewählt. Die Teilnehmenden sind dazu aufgerufen, neue und innovative Satellitenmissionen zum Thema „Rückholung von Proben von Kleinkörpern im Sonnensystem“ zu entwickeln und einer Experten-Jury vorzustellen.

Asteroiden sind faszinierende Forschungsobjekte, die vom Beginn des Sonnensystems berichten und bei der Entstehung des Lebens eine Rolle spielen könnten. Die Teilnehmenden der Sommerschule Alpbach 2018 werden über vergangene Errungenschaften und aktuelle Missionen informiert und sind dazu aufgerufen, Ideen für innovative Satellitenmissionen zu Kleinkörpern im Sonnensystem zu entwickeln. Zielvorgabe für eine solche Mission: diese direkt vor Ort zu untersuchen und im Idealfall Proben zur Erde zurückzubringen, um besser zu verstehen, wie sich diese Kleinkörper zusammensetzen und was sie uns über die Entwicklung des Sonnensystems erzählen können.

Jenseits der Sonne, ihrer acht Planeten und ihrer größeren Monde beherbergt das Sonnensystem eine Vielzahl anderer kleinerer Körper, einschließlich Zwergplaneten, Asteroiden und Kometen, bis hin zu interplanetaren Staubpartikeln. Deren Größe und die räumliche Verteilung, ihre Orbitaleigenschaften, Zusammensetzung und innere Struktur spielen eine Schlüsselrolle für unser Verständnis der Entstehung und Entwicklung des Sonnensystems.

Asteroiden spielen eine Schlüsselrolle für unser Verständnis der Entwicklung des Sonnensystems


Kollisionen zwischen einigen dieser Objekte und den größeren Planeten und Monden liefern flüchtige Substanzen und organische Stoffe und haben ihre geologische und biologische Evolution beeinflusst. Auch unsere Erde zeigt Spuren von Asteroideneinschlägen. Eine größere Kollision kann im Falle eines ähnlichen Ereignisses wie am Ende der Kreidezeit, das den Untergang der Dinosaurier zur Folge hatte, das Aussterben der Menschheit verursachen.

Beobachtungen mit Teleskopen können durch bildgebende Verfahren und spektroskopische Vermessungen viel offenbaren, während Meteorite physikalische Proben liefern, die durch die Erdatmosphäre gedrungen sind. Aber nur eine Satellitenmission, die im Idealfall Proben zur Erde zurückbringt, ermöglicht eine detaillierte Analyse und damit ein viel umfassenderes Verständnis dieser kleinen Körper, ihrer Eigenschaften und was sie uns über die Evolution des Sonnensystems erzählen können.

Zudem stellen sich praktische Fragen: Können Ressourcen von Asteroiden und Kometen kommerziell genutzt werden? Lassen sich Asteroiden abwehren? Kann die Erde in Zukunft vor den Gefahren einer Kollision und deren schwerwiegenden Folgen geschützt werden?

In zehn Tagen Sommerschule Alpbach sind dazu von den Studierenden neue, innovative Missionskonzepte gefragt:

Vier Teams mit je 15 Teilnehmenden aus ganz Europa wetteifern unter fachkundiger Anleitung um das anspruchsvollste Missionskonzept.


Dabei gilt es, alle Elemente einer möglichen künftigen Weltraummission zu berücksichtigen. Hierzu gehören die Auswahl der Instrumentierung, die Grundkonstruktion des Satelliten und seiner Subsysteme, die Berechnung der optimalen Flugbahn sowie die Ermittlung der voraussichtlichen Missionskosten.

Am letzten Tag der Sommerschule werden die Arbeiten der vier Gruppen in einer jeweils einstündigen Präsentation vorgestellt und von einer Jury erfahrener Weltraumexperten individuell nach der Güte der wissenschaftlichen und technischen Ausrichtung und Wettbewerbsfähigkeit begutachtet. Ein weiteres, wichtiges Kriterium der Beurteilung sind Details im Missions-Management und dem Satellitendesign.

Veranstalter der Sommerschule Alpbach sind die FFG in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA und ihren Mitgliedsstaaten. Ein traditioneller Partner ist das International Space Science Institute, ISSI. Unterstützt wird die Sommerschule von Austrospace, der Vereinigung der österreichischen Weltraumindustrie. EuroPlanet stellt Stipendien für Studierende zur Verfügung.
Bewerbungen bis 31. März 2018 unter www.summerschoolalpbach.at.
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Karl Aldrian aus Graz-Umgebung | 02.02.2018 | 14:28   Melden
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renate krska aus Neubau | 02.02.2018 | 17:51   Melden
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Gerhard Heising aus Stubai-Wipptal | 02.02.2018 | 18:46   Melden
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