04.07.2017, 15:10 Uhr

Auch Südtirol stärkt die RoLa

Ziel ist weniger Verkehr und eine bessere Luftqualität auf der Brennerautobahn: Südtirol zieht mit. (Foto: Cincelli)

Nach Österreich beschließt die Landesregierung in Südtirol die Förderung der Rollenden Landstraße (RoLa).

BRENNER (acz). Was in Österreich seit Jahren der Fall ist – Lkw-Transporte zu fördern, die auf die Schiene umsteigen – wurde jetzt auch in Südtirol beschlossen. In Tirol werden "Schienen-Lkw(s)" mit bis zu 94 Euro (untertags) gefördert. Nachts beträgt die Summe nur die Hälfte. Südtirol ist mit 25 bis 33 Euro pro Fahrt am Start. Für die Tiroler Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe ist das ein Zeichen guter Zusammenarbeit in Sachen Minderung des Verkehrsaufkommens und Verbesserung der Luftqualität auf der Brennerautobahn. „Wir müssen angesichts steigenden Verkehrsaufkommens auf der gesamten Brenner-Achse alles in unserer Macht Stehende tun, um möglichst viele Lkw von der Straße zu bringen“, unterstreicht Felipe in einer offiziellen Aussendung.


2.000 Lkw(s) mehr

Die Tiroler Landesregierung sieht die RoLa als wirksamstes Mittel zur Verlagerung des Lkw-Verkehrs von der Straße auf die Schiene. Heuer zeichnet sich außerdem ab, dass
das Angebot gut angenommen wird: Seit dem Jahr 2012 waren die Zahlen noch nie so hoch. Die Auslastung des RoLa-Angebots von Wörgl bis zum Brennersee ist im Mai 2017 im Vergleich zum Mai 2016 von 83 Prozent auf 95 Prozent gestiegen, in absoluten Zahlen waren das gut 2.000 Lkw mehr auf der Schiene als im Vorjahres-Vergleichszeitraum.
In den letzten Jahren wickelte die RoLa rund 150.000 Fahrten pro Jahr ab. Durch das seit 1. November gültige und am 1. Mai auf einzelne Lkw ausgedehnte sektorale Fahrverbot, das den Transport bestimmter unverderblicher Güter auf die Schiene verlagert, erwartet sich das Land Tirol einen Anstieg der RoLa-Nutzung. Das Land Tirol arbeitet intensiv an der Entlastung der Tiroler Luft, neben dem sektoralen Lkw-Fahrverbot unter anderem mit dem Luft-100er auf 120 Autobahnkilometern und mit einer Tarifreform des öffentlichen Verkehrs mit um 70 Prozent und mehr vergünstigten im ganzen Land gültigen Tiroltickets für sämtliche Öffis im ganzen Land.
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