24.10.2017, 11:00 Uhr

Herbstserie der Schutzgebiete - Teil 4

Das Murmeltier muss sich im Sommer ausreichend Winterspeck zulegen (Foto: O. Leiner)

Vorbereitungen auf den Winter 4
Von Kathrin Herzer

Der Herbst ist für viele Tiere die Jahreszeit, in der endscheidende Vorbereitungen für den oft langen Winter getroffen werden. Wie werden Winterschlaf, Winterstarre, Vogelzug und andere Strategien jetzt vorbereitet? Die Schutzgebietsbetreuung Stubaier Alpen gibt einige Antworten auf diese Fragen.

Fressen und Schlafen

Die meisten Tiere, die einen echten Winterschlaf halten, müssen sich während des Sommers vorsorglich Einiges an Körperfett zulegen. So wie Igel oder Murmeltiere. Das Eichhörnchen dagegen muss im Sommer und Herbst Nahrungsvorräte anlegen, um den Winter zu überleben. Unablässig sammelt und versteckt es Nüsse, Eicheln, Bucheckern und sogar Pilze, um im Winter davon zu leben. Es hält Winterruhe, schraubt seine Aktivitäten dann stark zurück und schläft sehr viel. Der Igel beginnt im Herbst sein Winterquartier ausfindig zu machen. Er versteckt sich gerne in Holzstapeln, Erdmulden und Laubhaufen – Hauptsache trocken. Murmeltiere beginnen schon im Sommer, sich um ihre ausgedehnten, tief in der Erde liegenden Winterbaue zu kümmern. So legen sie im Sommer Gras zum Trocknen aus, um damit die Nest- und Schlafhöhlen auszupolstern. In der Auswahl ihres Futters sind sie auf Qualität bedacht. Für ideales Speicherfett im Winter fressen sie vor allem Pflanzen, die reich an ungesättigter Linolsäure sind wie beispielsweise Alpenklee und Bergwurz. Hohe Konzentrationen dieser Säure helfen den Tieren den Winter energiesparender zu verbringen. Bereits Ende September ist die Zeit angebrochen, sich von der Erdoberfläche zu verbschieden. Sie verschließen die Zugangsröhren mit Heu, Erde und Gestein. Dann kann der Winter kommen.
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