03.11.2017, 09:58 Uhr

Herbstserie der Schutzgebiete – Teil 5

BM: Steinböcke müssen im Winter Sonne tanken (Foto: O. Leiner)

Von Kathrin Herzer

Der Herbst ist für viele Tiere die Jahreszeit, in der endscheidende Vorbereitungen für den oft langen Winter getroffen werden. Wie werden Winterschlaf, Winterstarre, Vogelzug und andere Strategien jetzt vorbereitet? Die Schutzgebietsbetreuung Stubaier Alpen gibt einige Antworten auf diese Fragen.

Energiesparmodus

Das Fell der Steinböcke wird gegen den Winter hin immer dichter und dunkler. Mit dem Aufbau ihrer Fettreserven, die sie für den Winter benötigen, haben sie bereits im Frühjahr begonnen, denn ihnen steht nicht nur ein harter Winter, sondern auch die kräftezehrende Brunftzeit im Dezember bevor. Jetzt im Herbst kann man öfters mit Steinbockbegegnungen rechnen. Die Tiere tanken an exponierten Bereichen und Gipfeln noch einmal ausreichend Sonne. Wenn der Herbst aber zu warm wird, müssen sie mit ihrem dichten Fell sogar Energie aufwenden, um sich wieder abzukühlen. Deshalb sollte man bei einer Begegnung mit den imposanten Ziegen, Rücksichtnahme walten lassen, und sie keinesfalls zu einer schnellen Flucht zwingen. Denn sie würde zusätzlich Energie kosten und ein Abkühlen verringern. Die Geißen bilden zusammen mit ihren Kitzen im Sommer und Herbst größere Gruppen und äsen besonders ausgiebig. Sie brauchen für das Führen und Säugen ihrer Jungen ausreichend Energie.
Schon im September fahren die Tiere ihren Stoffwechsel langsam zurück. Im Endeffekt verringert sich dabei der Herzschlag, die Körpertemperatur der äußeren Körperteile und der Gliedmaßen sinkt, die Organe verkleinern sich und die Verdauung läuft langsamer.
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