07.09.2016, 09:00 Uhr

Klaus Äuele: Müllablagerung wird zu Problem

(Foto: privat)

Vor allem nach Wochenenden mit schönem Wetter gibt es in Klaus Äuele unschöne Überraschungen.

NEUSTIFT (kr). Für Einheimische und Touristen stellt der Natur-Aktiv-Park Klaus Äuele im hinteren Stubaital einen Platz zum Erholen und Entspannen dar. Doch diese Idylle wird seit einiger Zeit gestört: Immer wieder kommt es vor, dass große Mengen an Müll dort abgelagert werden.

"Nicht mehr tragbar"

In der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates wurde diese Thematik von Gemeinderat Karl Pfurtscheller (Gemeinschaftsliste Neustift) angesprochen: "Diese Situation ist einfach nicht mehr tragbar!" Und hier stimmte auch der gesamte Gemeinderat zu – einer solchen Verschmutzung des Erholungsgebietes müsse man auf jeden Fall entgegenwirken.

Besitzstörungsklage schwierig

Grundbesitzer des Gebietes ist die Agrargemeinschaft Neustift, gepachtet wird es vom Tourismusverband Stubai. Substanzverwalter Hermann Stern: "Besitzstörungsklagen sind so gut wie nicht möglich, weil man denjenigen, der den Müll ablagert, auf frischer Tat erwischen müsste." Sonst sei eine Besitzstörungsklage unmöglich. Auch für die Polizei oder die Bergwacht sei es sehr schwierig, dies zu kontrollieren, da diese nicht immer präsent sein können, so Stern weiter.

Arbeitsaufkommen hoch

Seitens des TVB Stubai heißt es von Geschäftsführer Roland Volderauer: "Der TVB beschäftigt während der Sommermonate einen fixen Mitarbeiter, der mit der Pflege und Wartung des Natur-Aktiv-Parkes in Klaus Äuele betraut ist." Es habe sich sehr bewährt, dass diese Tätigkeiten täglich (auch samstags, sonntags und feiertags) wahrgenommen werden, so Volderauer weiter: "Nach Wochenenden mit schönem Wetter ist das Arbeitsaufkommen besonders hoch und bedarf der Unterstützung weiterer Arbeiter."

Suche nach einer Lösung

Bürgermeister Peter Schönherr stellt in der Gemeinderatssitzung fest: "Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass hier eine Lösung gefunden werden muss." Alle Beteiligten müssten sich gleichermaßen darum kümmern, so Schönherr. Wie genau diese Lösungsansätze aussehen sollen, ist jedoch noch nicht klar.
Es gilt aber nun für die Agrargemeinschaft, den TVB und die Gemeinde, die Situation in Zukunft in den Griff zu bekommen. Roland Volderauer: "Gemeinsam mit dem Ortsausschuss sowie der Gemeindegutsagrargemeinschaft arbeiten wir an einem Leitfaden, wie das Gelände künftig nachhaltiger genutzt werden kann.“ Substanzverwalter Hermann Stern stellt fest: "Um dieses Problem so schnell wie möglich zu lösen, werden wir Gespräche mit allen Zuständigen führen."
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Karl Pfurtscheller aus Stubai-Wipptal | 12.09.2016 | 13:29   Melden
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