12.06.2018, 15:58 Uhr

Landwirtschaft verbindet: Zusammenarbeit als Weg zum Erfolg

Kammerdirektor Ferdinand Grüner, Gabi Pfurtscheller, Bezirksstellenleiter Helmuth Traxler, Karl Pfurtscheller, Michael Böhme, Vizepräsidentin Helga Brunschmid, Bezirksobmann Thomas Schweigl, Bezirksbäuerin-Stv. Monika Mair und LK-Präsident Josef Hechenberger (Foto: LK Tirol/Haaser)

Im Rahmen des Bezirksbesuches der LK-Spitze stand das Jahresmotto „Vernetzung“ im Mittelpunkt.

NEUSTIFT. Auch diesen Sommer besuchen die Spitzenvertreter der Landwirtschaftskammer im Rahmen der Bezirksrunde verschiedenste Betriebe in ganz Tirol. Der Fokus liegt dabei auf dem LK-Jahresmotto „Landwirtschaft verbindet – Vernetzung schafft Neues“. Im Bezirk Innsbruck-Land stand unter anderem ein Besuch Ladestatthof der Familie Pfurtscheller auf dem Programm.
Eine funktionierende, branchenübergreifende Zusammenarbeit ist gerade in den ländlichen Regionen Tirols oftmals der Garant für betrieblichen Erfolg. Ein Beispiel, wie verschiedene Betriebszweige perfekt ineinandergreifen und so Vorteile für alle Beteiligten bringen, ist die Kooperation von Stubaier Bauern mit den dortigen Gletscherbahnen. „Die Wintersport Tirol AG kauft für die Restaurants an der Stubaier Gletscherbahn schon seit über 20 Jahre für die Wintersaison 35 bis 40 Stück Schlachtkühe aus dem Stubaital. Diese werden beim Schlachthof Mayr in Mutters geschlachtet, zerlegt und an die Talstation geliefert.“, erklärt Michael Böhme von den Stubaier Gletscherbahnen. Die liefernden Bauern erhalten dabei einen vereinbarten Preiszuschlag. Die Rindfleischmenge beträgt ca. 10 Tonnen und deckt für die Wintersaison den Bedarf an Rindfleisch. Weiteres werden noch viele andere Produkte direkt von den Bauern aus dem Tal eingekauft: Schaffleisch, Milch und Milchprodukte, soweit diese für gewerbliche Verarbeitung zubereitet sind, das Gemüse kommt beispielsweise von den Thaurer Bauern.

Starke Landwirtschaft – starke Region

Diese gut funktionierende Partnerschaft unterstrich auch LK-Bezirksobmann Thomas Schweigl: „Die Landwirtschaft im Bezirk ist stark vom Nebenerwerb geprägt. Da braucht es die gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und auch dem Tourismus. Hier sind wir bereits auf einem guten Weg, aber es gibt sicherlich noch Luft nach oben!“

Verstärke Kooperation als Chance für kleine Strukturen

Über diese Entwicklung hin zu mehr Regionalität freut sich besonders LK-Präsident Josef Hechenberger: „Es hat sich in den letzten Jahren viel getan, viele Initiativen wurden gegründet und viel Bewusstseinsbildung wurde betrieben, die letztendlich auch gefruchtet hat. Dass es in den Bezirken auch immer mehr Kooperationen gibt, die es kleinen landwirtschaftlichen Betrieben ermöglichen, ein gutes Einkommen zu erwirtschaften und so eine betrieblich abgesicherte Zukunft aufzubauen, ist enorm wichtig. Hier kommt dem Tourismus eine wichtige Rolle zu, schließlich profitiert diese Branche besonders von einer intakten Landwirtschaft, die qualitativ hochwertige Lebensmittel erzeugt und zugleich für die Erhaltung jener Kulturlandschaft sorgt, die Gäste wie Einheimische gleichermaßen schätzen!“

Info zum Ladestatthof

Familie Pfurtscheller bewirtschaftet einen Milchviehbetrieb mit 14 ha Fläche, ca. 15 Kühen und 10 Rinder Nachzucht. Geliefert wird an den Milchhof Sterzing. Die gewerbliche Beherbergung von Gästen in Zimmer und Ferienwohnungen ist ein weiteres Standbein und Einkommen auf dem Hof. Der Betrieb ist Mitglied bei Urlaub am Bauernhof und mit 4 Blumen zertifiziert. Alle 3 Kinder sind schon berufstätig, der älteste Sohn arbeitet neben seinem Job auch mit Freude voll am Hof mit.
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