30.01.2018, 12:00 Uhr

Schnee: Herausforderung für Gemeinden

Schnee im Gschnitz (Foto: Felder)

Die Schneemengen stellten eine Herausforderung für die Gemeinden dar, die gut gemeistert werden konnte.

GEBIET (kr). Die starken Schneefälle in der vergangenen Woche haben im Gebiet zu meterhohen Schneewänden und teilweise hoher Lawinengefahr geführt. Die BEZIRKSBLÄTTER haben sich bei den Gemeinden, den Tourismusverbänden sowie bei den Bergbahnen über die Herausforderungen, die durch die Schneemengen verursacht wurden, informiert.

Komplikationen

Zu den Komplikationen zählen mancherorts Straßensperren aufgrund großer Schneemengen oder Lawinengefahr. Unter anderem in Gschnitz oder Schmirn mussten Straßenabschnitte vorübergehend gesperrt werden. In einigen anderen Gemeinden wurde für die Schneeräumungen aufgrund der großen, in kurzer Zeit entstandenen Schneemengen ein längerer Zeitraum benötigt. Seitens aller Gemeinden wird der unermüdliche Einsatz der Gemeindebediensteten, der Lawinenkommission und aller Mitarbeiter, die teilweise rund um die Uhr für Räumungs- und Sicherungsarbeiten im Einsatz waren, betont und gelobt.

Herausforderungen

Herausforderungen für die Gemeinde entstanden beispielsweise in Matrei, wo der viele Schnee zur Beschmutzung von Hausfassaden entlang der Hauptstraße geführt hat. In Patsch, Ellbögen, Neustift, Fulpmes oder Mieders mussten die Schneemassen aufgrund des anhaltenden Schneefalls aufgelegt und abtransportiert werden. In Gschnitz war außerdem aufgrund der Lawinenwarnstufe 5 die Entscheidungsfindung, ob Straßen gesperrt oder Häuser evakuiert werden sollen, als Herausforderung anzusehen. In Trins war es vor allem das 42 Kilometer lange Wegenetz der Gemeinde, das es galt, frei befahrbar zu halten. Ebenfalls in Trins, aber auch in Telfes, waren es im Dorfkern außerdem die engen Gassen, die teilweise schwer zu räumen waren. In Fulpmes mussten sogar zugefrorene Gullys freigelegt werden.

Mehrkosten Schneeräumung

Durch die großen Schneemengen der vergangenen Woche, aber auch bereits wegen der großen Schneemengen im gesamten Winter, kommt es in den meisten Gemeinden zu Mehrkosten für die Schneeräumung. Der Mehrverbrauch von Streusalz, die vielen Einsatzstunden der Gemeindebediensteten, der Abtransport der Schneemassen teilweise durch Fremdfirmen oder auch die stärkere Abnützung der Fahrzeuge lassen Mehrkosten für die Schneeräumung in diesem Winter erwarten. In welcher Höhe, kann erst am Ende des Winters gesagt werden.
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Gerhard Heising aus Stubai-Wipptal | 31.01.2018 | 08:20   Melden
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