17.10.2016, 10:35 Uhr

Tiroler Tourismuswallfahrt 2016

(Foto: Hölbling)

Donnerstag, 6. Oktober 2016, 13:00 h / Stift Stams

STAMS (dibk). Die heurige Tiroler Tourismuswallfahrt stand unter dem schlichten Thema „s’Hoamatl“. In Zeiten wie diesen in mehrfacher Weise umstritten, wurde der Begriff von verschiedenen Seiten beleuchtet: Wie weit ist es unsere christliche Aufgabe, Gästen, Flüchtlingen, Gestrandeten eine – vielleicht auch nur vorübergehende – Heimat zu bieten? Was geschieht mit unserer Heimat – Stichwort: Ausverkauf unseres Landes? Aber auch, wie im ersten Impuls auf dem Weg zu hören, wir bringen wir die Freude darüber zum Ausdruck, dass wir jeden Tag in diesem, unserem schönen Land aufwachen und hier leben dürfen?
Heimat ist Teil der menschlichen Sehnsucht nach dem guten Leben, der Fülle des Lebens. Im Blick auf die christliche Überzeugung lässt sich sagen: Unsere letzte Heimat finden wir bei Gott. Wenn wir Geborgenheit erfahren, wenn uns ein freundliches Umfeld geschenkt ist und wir uns akzeptiert fühlen, dann ist das bereits ein Abbild der Liebe Gottes, ein Geschenk, das wir in Freude annehmen dürfen.
Als Gastgeber/innen gehört es wesentlich dazu, den Gästen für kurze Zeit ein Stück Heimat zu geben, einen Platz, wo Erholung möglich ist, neue Kräfte gesammelt werden können. Für uns selbst gehört es aber auch dazu, im eigenen Leben gut beheimatet zu sein, Vertrauen in unsere Lebensgrundlage und in die Solidarität der anderen zu bewahren, sich selbst eine gute Heimat zu geben, die eigenen körperlichen wie seelischen Bedürfnisse und Grenzen zu respektieren, mit den eigenen Kräften gut zu haushalten.
Die jährlich im Oktober stattfindende Tiroler Tourismuswallfahrt ist eine Veranstaltung, die vom Arbeitskreis Kirche und Tourismus in Kooperation mit der Tiroler Wirtschaftskammer / Sparte Tourismus-Freizeit sowie der Tirolwerbung getragen wird. Insgesamt etwa 200 Menschen aus verschieden Berufssparten mit Bezug zum Tourismus sind heuer der Einladung nach Stams gefolgt. Doch es blieb nicht nur beim gemeinsamen Gehen, Beten und Gottesdienst feiern: In einem starken Zeichen der Solidarität wurden mehr als € 2.500,-- gespendet, die zwei Tiroler Familien, die in Not geraten sind, zugutekommen werden. Beim gemütlichen Ausklang im Kreuzgang des Stiftes war schließlich noch Gelegenheit zu Gespräch und Begegnung, um Freundschaften zu pflegen oder neue Kontakte zu knüpfen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.