14.09.2018, 12:56 Uhr

LA Riedl: Große BBT-Fortschritte nähren Hoffnung für Entlastung im Wipptal

BBT-Baustelle: Unter der Erde Süd- und Nordtirols entsteht derzeit das größte Tunnelsystem der Welt. (Foto: Landtagsdirektion)
Tiroler Landtag auf Lokalaugenschein beim Brenner Basistunnel: Verborgen im Untergrund entsteht zwischen Tulfes und Franzensfeste derzeit das größte Tunnelsystem der Welt. Die Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene und damit unter die Erde ist für den VP-Verkehrssprecher Florian Riedl alternativlos.
Der Verkehrsausschuss des Tiroler Landtags konnte sich kürzlich bei der Brenner Basistunnel-Baustelle im Ahrental selbst ein Bild vom größten Infrastrukturprojekt Europas machen und sich aus erster Hand informieren. Mit dabei war auch der VP-Verkehrssprecher LA Florian Riedl aus Steinach am Brenner: „Es ist beeindruckend, welches technisches Meisterwerk derzeit unter der Tiroler Erdoberfläche entsteht. Mit Erkundungs- und Verbindungsstollen werden insgesamt 230 Kilometer Tunnel ausgebrochen. Im Jahr 2027 soll der dann 64 Kilometer lange BBT-Hauptstollen schließlich in Betrieb gehen und das Herzstück der 425 Kilometer langen Brennerbahn von München nach Veron werden“, nennt Riedl einige Zahlen zum Megaprojekt.
„Das Bauwerk alleine ist aber definitiv zu wenig, um echte Entlastung für die heimische Bevölkerung zu bringen. Damit das gewährleistet werden kann, muss man die Lkw dann auch wirklich von der Straße auf die Schiene bringen. Wenn es anders nicht geht, dann auch mit dem notwendigen Druck“, spricht sich Riedl für ein robustes Vorgehen aus. „Auch die Menschen in den vom Verkehr hochbelasteten Regionen wie dem Wipptal haben ein Recht auf Verkehrs- und Versorgungssicherheit, Gesundheit und gute Luft. Ohne Bewegung bei unseren Nachbarländern geht das aber nicht. Die Strategie Tirols, einerseits mit Notmaßnahmen wie den Blockabfertigungen den Druck auf die Regierungen Italiens und Deutschlands zu erhöhen, zugleich aber auch den Schulterschluss mit der Bevölkerung und den Bürgermeister in Südtirol und in Bayern zu suchen, ist auf alle Fälle richtig. Der Verkehr ist nicht nur in Tirol ein riesiges Problem. Man merkt zusehends, dass die Bürgerinnen und Bürger im gesamten Alpenraum die stetig steigende Transitbelastung nicht mehr hinnehmen wollen“, sagt Riedl. Sollten sich Deutschland und Italien einer Kooperation verweigern und Maßnahmen, ohne die eine Verlagerung nicht gelingen wird, ablehnen, dann schließt Riedl auch drastische Maßnahmen wie Autobahnblockaden nicht mehr aus: „Die Situation im Wipptal ist bereits jetzt extrem angespannt. Irgendwann ist der Plafond erreicht.“
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