15.11.2017, 09:45 Uhr

"Faule Sulz" wird bis 2020 entschärft

Baubeginn in Gleichenberg: Gemeindevertreter, Planer und Behördenvertreter nahmen mit Landesrat Johann Seitinger den Spatenstich vor. Damit folgt der Entschärfung des Klausenbachs die der "Faulen Sulz".

Spatenstich in Bad Gleichenberg. Rückhaltebecken entschärft "Faule Sulz".

Als einen großen Schritt, die Sorgen vieler Bad Gleichenberger zu verringern, sieht Bürgermeisterin Christine Siegel den Spatenstich zum Rückhaltebecken im Bereich der "Faulen Sulz". Im Juni 2020 sollen die Bauarbeiten beendet sein. 

Millionenprojekt

Das Rückhaltebecken und die sogenannten Linearmaßnahmen entlang des durch Bad Gleichenberg führenden Rinnsals sind mit 1,65 Millionen Euro budgetiert. Die Linearmaßnahmen meinen begleitende Bauvorhaben wie kleine Dämme, Vertiefungen oder Schutzmauern im Siedlungsbereich. Die Kosten teilen sich Bund, Land und Gemeinde, wobei den Bärenanteil Bund (46 Prozent) und Land (40 Prozent) berappen. Prominentester Spatenstecher war Landesrat Johann Seitinger. Er machte unmissverständlich klar, dass für die Erfüllung aller ersehnten Maßnahmen viel zu wenig Geld da sei: "Zwei Milliarden Euro an Schäden hatten wir alleine in den vergangenen 15 Jahren. Und in den kommenden fünf Jahren bräuchten wir eigentlich das Zehnfache an Budget. So reihen wir die Prioritäten, so lange, bis sie uns der liebe Gott wieder umschmeißt." Seitinger machte aber auch eines klar: "Vollkaskoschutz gibt es nicht."

50.000 m³ Becken

Baubezirksleiter Franz Kortschak schilderte die Problemstellung solcher Bauvorhaben: "Jene, die mit ihren Grundstücken von solchen Bauwerken betroffen sind, betrifft es nicht." Deshalb sei dem Baubeginn eine lange Verhandlungsphase mit den Grundstückseigentümern vorausgegangen.
Markus Pongratz, in der Baubezirksleitung für Wasser zuständig, verdeutlichte die Wirkung des Beckens: "Es wird 50.000 m³ Wasser fassen und den Abfluss auf 0,5 m³ drosseln, um dem kleinen Abflussquerschnitt der "Faulen Sulz" gerecht zu werden."

Das Projekt

86 Objekte werden durch das Rückhaltebecken und die Begleitmaßnahmen vor Hochwasser geschützt. Der Gemeinde bleiben 14 Prozent der Gesamtsumme von 1,65 Millionen Euro zu finanzieren. Im Juni 2020 soll das Rückhaltebecken mit allen Begleitbauwerken fertig sein.
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