Ostern
Brauchtum hat auch jetzt Saison

Natürlich kann man auch in der aktuellen Situation kreativ werden und sich den Osterbräuchen widmen.
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  • Natürlich kann man auch in der aktuellen Situation kreativ werden und sich den Osterbräuchen widmen.
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  • hochgeladen von Markus Kopcsandi

Brauchtumsexperte Johann Schleich erklärt, wie Ostern auch jetzt zum großen Fest wird.

REGION. Das Osterfest kann heuer natürlich nicht ganz wie gewohnt gefeiert werden bzw. über die Bühne gehen. Fest steht aber auch, dass man trotz aller Umstände nicht auf das Brauchtum verzichten muss. Wir haben den regionalen Brauchtumsexperten Johann Schleich gefragt, wie man sich das Fest zu Hause verschönern kann.
Schleich weist auf zahlreiche Möglichkeiten hin. So sei etwa in der Küche und der Werkstatt auf eine optimale Vorbereitung aufs Osterfest möglich. Man könne etwa Zwiebelschalen kochen und in weiterer Folge darin die Ostereier einlegen – so erhalten die Eier nämlich eine goldbraune Farbe. Geschick ist beim Bemalen der Eier gefragt. Als mögliche Muster könnten gemäß Schleich etwa regionale Bauwerke oder Blumen dienen. Auch das Bekleben mit buntem Papier wäre eine Möglichkeit. "Früher hatten die Ostereier immer eine rote Farbe", betont Schleich.

Eier als Schutz vor Unwetter

Er verweist darauf, dass man – hier bitte Vorsicht walten lassen – auch mit einem kleinen scharfen Messer Muster in die Eier ritzen könne. Brauchtum wäre auch, eine Osterkerze anzufertigen und darauf die Marterwerkzeuge Christi oder die Auferstehungsfahne aufzumalen. Wer über besondere Fingerfertigkeiten verfügt, könnte auch aus Heu, Moos und Pflanzen ein Huhn basteln. Verschönern könne man das Fest laut Schleich auch mit einem violetten Fastentuch – mit jenem deckt man, wie in den Kirchen üblich, die Christusfigur im Haus ab.
Schleich weist auch auf einen Brauch der Bauern hin – so war es früher üblich, dass Landwirte am Gründonnerstag und Karfreitag frisch gelegte Eier eingesammelt haben. Jene galten bzw. gelten als Schutz vor Unwetter. 

Viel zu tun in der Küche

Der Brauchtumsexperte unterstreicht, dass man natürlich auch in der Küche aktiv werden kann. Man muss sich natürlich auch jetzt nicht davon abhalten lassen, eine Osterpinze oder ein Osterbrot zu backen. Auch die Fastensuppe sollte nicht fehlen. Der Genuss des Osterschinkens soll nicht zu kurz kommen, auch der Spaß beim Eierpecken – auch wenn nur im (sehr) kleinen Kreis – natürlich nicht.

Verzicht auf Osterfeuer

Verzichten muss man heuer auf das Osterfeuer. Das Land Steiermark verkündet, dass es heuer keine Genehmigung für Brauchtumsfeuer gibt. „Wir wollen während der Corona-Krise einerseits das Risiko für zusätzliche Feuerwehreinsätze vermeiden, andererseits wäre die Einhaltung der Covid 19-Bestimmungen zum Schutz der Bevölkerung schwer zu kontrollieren, zumal die Sicherheitskräfte ohnehin bereits äußerst beansprucht sind", erklärt die zuständige Umweltlandesrätin Ursula Lackner.

Natürlich kann man auch in der aktuellen Situation kreativ werden und sich den Osterbräuchen widmen.
Wer über besonderes handwerkliches Geschick verfügt, könnte etwa aus Moos und Pflanzen einen Hasen oder ein Huhn basteln.

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