Fehring: Wann kommt der Schnee?

Beim Spätfrost 2016 vom 26. bis zum 28. April hielt die dünne Schneedecke die wärmende Erdstrahlung zurück – fatal für Triebe und Blüten.
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  • Beim Spätfrost 2016 vom 26. bis zum 28. April hielt die dünne Schneedecke die wärmende Erdstrahlung zurück – fatal für Triebe und Blüten.
  • Foto: Kern
  • hochgeladen von Heimo Potzinger

Während der Westen im Schnee versinkt und sich der Norden wenigstens "angezuckert" in der richtigen Jahreszeit wähnt, ist hierzulande vom Winter keine Spur. Wo hat er sich in der Südoststeiermark bloß versteckt? Der milde Jänner beschwört wieder mal Spekulationen über das Wetter im Frühling herauf.
Das Wetter macht, was es will – die bauernschlaue Weisheit könnte gut und gerne als Prognose herhalten, wenn es darum geht, weiter als fünf Tage in die Zukunft zu schauen. Und trotzdem, wir klammern uns an die magische Macht der Singularität: Mit dem sogenannten Josefischnee rund um den 19. März könnte uns nämlich der Spätfrost, die sogenannte Schlehenkälte, wie 2016 und 2017 erspart bleiben. Ein Namensvetter des heiligen Josef, Hobbymeteorologe Josef "Joschi" Kern aus Fehring, hat noch einen weiteren Wunsch an die "Wettergötter" namens Jetstream und Polarwirbel. Würde der Hochwinter ab der zweiten Dekade im Feber zurückkehren, dürfte der Kälteeinbruch Ende April ebenfalls ausbleiben.
Seit Juli 1991 führt Kern penibel Aufzeichnungen über Temperatur und Niederschlag. Dank der hydrologischen Station bei der Gärtnerei Puntschart reichen die Daten bis 1974 zurück. Was die Vorhersage betrifft, ist die Internetrecherche das Um und Auf. Eine halbe Stunde pro Tag interpretiert der Fehringer die Prognosen des US-Modells GFS (Global Forecast System) und quasi des europäischen Pendants dazu, des Modells ECMWF (European Centre for Medium-Range Weather Forecasts). 3.593 Billionen Rechenoptionen pro Sekunde schafft der Supercomputer in England, doch das kleinregionale Wetter mit seinen lokalen Phänomenen "spielt" nach seinen eigenen Regeln.

Jänner viel zu warm

Der Dezember in der Südoststeiermark war lediglich ein bisschen zu warm, in puncto Niederschlag hingegen 20 Prozent überm Schnitt. "Aber der Jänner ist tragisch", so Kern. "Das Temperaturmittel liegt weit über dem Durchschnitt." Aber mit welchem Wetter dürfen wir an den nächsten Tagen rechnen? "Zur Wochenmitte ist es wieder beständiger und mild, aufgrund der Südwestströmung ist Nebel zu erwarten." Zum Wochenende hin dürfte die Luft wieder kühler werden. Es könnte leicht tröpfeln oder "flankerln", so Kern. Nächste Woche dürfte die Südströmung erneut für milderes Wetter sorgen, ehe die Nordwestströmung am nächsten Wochenende wieder Abkühlung bringe. "Eine gravierende Umstellung der Großwetterlage ist erst ab dem 5. Feber möglich."
Übrigens, damit uns böse Überraschungen erspart bleiben: Radio Steiermark, Radio Burgenland, ORF-Teletext sowie den Internetseiten von Bergfex und Zamg vertraut Kern am meisten.

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