Landeskrankenhäuser
Feldbach und Bad Radkersburg sind vorbereitet

Jedes Intensivbett in den hellen Räumen in Feldbach wird höchsten funktionellen, personellen und organisatorischen Anforderungen gerecht.
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  • Jedes Intensivbett in den hellen Räumen in Feldbach wird höchsten funktionellen, personellen und organisatorischen Anforderungen gerecht.
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Die beiden südoststeirischen Spitäler in Feldbach und Bad Radkersburg sind für den Fall, Infektionspatienten aufnehmen zu müssen, gerüstet.

Derzeit allerdings bestehe dazu noch keine Veranlassung, heißt es aus Betreiberkreisen. Die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) hat den Verbund Feldbach-Fürstenfeld und das LKH Südsteiermark den Versorgungslinien zwei und drei zugeordnet.

Derzeit keine Corona-Patienten

"Die KAGes hat schon in der Vorbereitung auf die Corona-Epidemie ihre Spitäler in drei Versorgungslinien eingeteilt", erklärt KAGes-Sprecher Reinhard Marczik. Aktuell versorgen immer noch die Spitäler der Versorgungslinie eins – dazu gehören das LKH-Universitätsklinikum Graz, LKH Graz 2 und LKH Hochsteiermark – die steirischen Covid-19-Patienten, "wenn nichts Unvorhergesehenes geschieht bzw. die Steigerungsraten so bleiben wie bisher", so Marczik. 
Der Krankenhausverbund Feldbach-Fürstenfeld, und damit der Spitalsstandort Feldbach, gehört zur Versorgungslinie zwei, das LKH Südsteiermark mit dem Standort in Bad Radkersburg zur Versorgungslinie drei. Beide Spitäler hätten daher bislang keinen Corona-Kranken zu versorgen, heißt es aus der KAGes. Die Einteilung in Versorgungslinien diene vor allem dem effizienten Umgang mit den Ressourcen – sei es nun Personal oder Material. Pressesprecher Reinhard Marczik erklärt die Maßnahme anhand eines Beispiels: "Ein Infektionspatient hat 12 bis 14 Kontakte mit Mitarbeitern pro Tag. Jedes Mal muss danach eine Garnitur Schutzkleidung wie Maske, Brille, Mantel oder Overall und Handschuhe entsorgt werden." Wenn nun aber dasselbe Team jedes Mal zehn Patienten in einem Durchgang versorge, würden Personal- und Materialressourcen gespart.

Am Standort Bad Radkersburg stehen keine Intensivkapazitäten zur Verfügung.
  • Am Standort Bad Radkersburg stehen keine Intensivkapazitäten zur Verfügung.
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Auslastung in den Spitälern gering

Feldbach und Bad Radkersburg seien auch in der Lage, Infektionspatienten aufzunehmen, die jeweilige Kapazität hänge von den baulichen und räumlichen Möglichkeiten zur Isolierung von Infektionsabteilungen ab. "Feldbach-Fürstenfeld verfügt über 349 Normal- und 20 Intensivbetten, das LKH Südsteiermark über 242 Normal- und 13 Intensivbetten", rechnet Marczik vor. Die Auslastung betrüge in Feldbach-Fürstenfeld aktuell knapp 50 Prozent, im LKH Südsteiermark, vor allem weil der Standort Radkersburg aktuell kaum Patienten versorge, seien es aktuell rund 20 Prozent Auslastung im Bereich der Normalbetten und etwa 45 Prozent im Intensivbereich. Allerdings: Im Verbund Südsteiermark verfügt Bad Radkersburg über keine Intensivbetten, sondern lediglich der Standort Wagna. In Bad Radkersburg könnten daher nur Covid-19-Patienten versorgt werden, bei denen eine Intensivversorgung im Vorhinein ausgeschlossen werden könne.

Fachärzte helfen aus

Aufgrund der Corona-Epidemie werden vorsorglich alle Kapazitäten der Spitäler freigemacht. Die niedergelassenen Fachärzten und Allgemeinmediziner versuchen, die Ambulanzen zu entlasten. Sie habe ihre Ordinationen überwiegend wie gewohnt geöffnet.

Jedes Intensivbett in den hellen Räumen in Feldbach wird höchsten funktionellen, personellen und organisatorischen Anforderungen gerecht.
Am Standort Bad Radkersburg stehen keine Intensivkapazitäten zur Verfügung.


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