Corona-Maßnahmen
Flexibilität ist das Gebot der Stunde

Wolfgang Luttenberger hätte 2,5G bevorzugt.
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  • Wolfgang Luttenberger hätte 2,5G bevorzugt.
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Woche-Befragung zeigt, dass Covid-Maßnahmen mitgetragen werden. Mit der Kurfristigkeit hadern jedoch viele.

SÜDOSTEIERMARK. Zunächst 2G-Regel, nun Lockdown für Ungeimpfte – die Corona-Maßnahmen werden rasch den steigenden Infektionszahlen angepasst. Die Woche hat sich umgehört, wie man im Bezirk mit der Situation umgeht.

„Unsere Einbußen liegen im Tagesgeschäft bei rund 30 Prozent“, so eine erste Zwischenbilanz von Gerhard Kaplan vom Hotel und Wirtshaus Hödl-Kaplan in Feldbach. Viele Absagen hätte es in Sachen Geburtstagsfeiern und Weihnachtsfeiern gegeben. Zufrieden ist man mit der Disziplin der Gäste. Jene würden ganz automatisch ihre Nachweise präsentieren und sich dankbar zeigen, dass der Wirt streng kontrolliert.

Gerhard Kaplan tun vor allem die Absagen von größeren Feiern weh.
  • Gerhard Kaplan tun vor allem die Absagen von größeren Feiern weh.
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Der jeweilige Status wird auch in Sachen Hotelbetten – man bietet 22 Doppelzimmer – schon bei der Buchung eruiert. Absagen hätte es, so war zumindest der Stand der Dinge unmittelbar vor Teillockdown-Start, bei den Zimmerbuchungen keine gegeben.
Schade sei es laut Kaplan natürlich um das Weihnachtsgeschäft. Sein Team ist übrigens doppelt geimpft, außerdem führt man wöchentliche Tests durch.

Branche in Rage

"Es war ein Hammer", erklärt Wolfgang Luttenberger. Bei der Bezirksvertrauens-Person der Friseure ist das Telefon schon bei der Umstellung von 3G auf 2G im Salon in Berndorf heißgelaufen. "In der Branche gab es Aufregung." Grund dafür war vor allem der enge zeitliche Rahmen zwischen Verordnung und Start der Umsetzung. "Ich habe zu 95 Prozent Stammkunden, viele sind schon geimpft", verfällt Luttenberger momentan aber noch nicht in Panik. Sehr schmerzlich ist für Luttenberger aber, dass mit Absagen von Weihnachtsfeiern und Bällen natürlich auch viele Friseurtermine flachfallen.

Spontanität ist gefragt

Betroffen ist auch die Fitnessbranche. Das fünfjährige Bestehen feiern Isabella und Patrick Neubauer im kommenden Jänner mit ihrem Studio "Pin Fitness" in Mureck. "Die aktuelle Situation hat unserem Aufwärtstrend ein Schnippchen geschlagen", so Patrick Neubauer. 20 Prozent der Mitglieder hätte man in der Lockdown-Phase verloren. Seit der 2G-Regelung hätten fünf Prozent der Kunden ihre Mitgliedschaft stillgelegt.

Isabella und Patrick Neubauer versuchen mit Flexibilität durch die herausfordernde Zeit zu kommen.
  • Isabella und Patrick Neubauer versuchen mit Flexibilität durch die herausfordernde Zeit zu kommen.
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Patrick Neubauer empfindet die kurzfristig umgesetzten Maßnahmen als Herausforderung, auf die Situation reagiert man – wie schon so oft in Pandemiezeiten – mit Flexibilität. So bietet man nun ganz neu auch ein 3-Monatsabo an – Besitzer eines Zehnerblocks können nun auch außerhalb der Betreuungszeiten von 6 bis 24 Uhr trainieren.

Benjamin Archan hofft, dass die Leistungsträger keinen Trainingsrückstand erleiden.
  • Benjamin Archan hofft, dass die Leistungsträger keinen Trainingsrückstand erleiden.
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Dass die Leistungsträger keinen Trainingsrückstand erleiden, erhofft Benjamin Archan, Obmann vom Union Judoklub Kirchbach. Er hat bereits mit neuen Maßnahmen gerechnet und die Geschehnisse stets genau verfolgt. Die nötigen Infos habe der Österreichische Judoverband umfassend vermittelt. "Für unsere Judosportler bis zum vollendeten 15. Lebensjahr gilt für das Training der Ninja-Pass – für die Erwachsenen ist natürlich der 2G-Nachweis die Eintrittskarte." Ein Spitzensportkonzept werde gerade erarbeitet, um den Leistungsträgern im Verein weiterhin eine Trainingsmöglichkeit zu bieten. Laut Archan sei die aktuelle Lage eine extrem schwierige Situation für den Breitensport.

Fazit der Woche-Befragung: Die Maßnahmen kamen für keinen der Befragten wirklich überraschend, aber definitiv zu schnell.

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