Humusaufbau
Für ein Leben unter der Erde

Machen Werbung für guten Boden: Josef Ober, Franz Uller, Josef Pollhammer, Josef Trummer, Michael Fend, Maximilan Glanz (v.l.).
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"Kluge" Bauern lassen in den Wintermonaten auf ihren begrünten Äckern für sich weiterarbeiten.
25 bis 35 Prozent der Äcker sind im Vulkanland über den Winter begrünt. Trend ist keiner erkennbar, obwohl die Experten und Vorreiter wie Vulkanland-Obmann Josef Ober seit Jahren die Vorteile einer ganzjährigen Bodenbedeckung mit Fakten belegen. Sie halten an ihrer Vision eines grünen Raabtals im Winter fest und starteten in Sachen Überzeugungsarbeit einen neuerlichen Anlauf.
Erosionsschutz, Bodenfruchtbarkeit, Kostenersparnis, Klimaschutz – die Argumente für Winterbegrünung sind vielfältig, und sie zahlt sich aus. Der Schlüssel zum ökologischen und ökonomischen Erfolg ist Humusaufbau.
„In fünf Jahren sind alle Äcker im Vulkanland durchgehend begrünt.“ Das ambitionierte Ziel aus dem Vorjahr muss Abgeordneter Franz Fartek relativieren. Aber: "In vielen Bereichen funktioniert's gut, es braucht halt aktive Bauern wie etwa in Mureck." Einer, dessen Grünflächen hervorstechen, pflichtet Fartek bei: Franz Uller. Der ehemalige Bürgermeister von Raabau, selbst erfolgreicher Landwirt, spricht von einem Lernprozess. Mittlerweile würde man sich mit 60 Prozent Begrünung zufrieden geben.

Josef Pollhammer zeigt gut durchwurzelte Erde.
  • Josef Pollhammer zeigt gut durchwurzelte Erde.
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Bodenaufbau dauert 15 Jahre

Auf begrünten Äckern wird im Winter quasi weitergearbeitet. Die lebenden Wurzeln und deren Ausscheidungen bringen wiederum Leben in die Böden. Obwohl, der Bodenaufbau dauert bis zu 15 Jahre, weiß Josef Pollhammer vom Kompetenzzentrum Ackerbau, Humus und Erosionsschutz. Am Ende sollte man 5 Prozent Humus zusammenbringen, das sind 50 Gramm pro Kilogramm Erde. Zurzeit liegt der Durchschnitt in der Steiermark bei 2,8 Prozent. Spezielle Gräser, Senf, Buchweizen oder beispielsweise Meliorationsrettich sollen den Boden in der Landwirtschaft mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Drei verschiedene Arten sollten es schon sein, so Pollhammer.

Humus zahlt sich für Bauern aus

Die CO₂-Speicherfähigkeit von humusreichem Boden ist in der Landwirtschaft ein Nebeneffekt, eigentlich gehe es um Speicherung von Nährstoffen und Wasser – auf alle Äcker der Region hochgerechnet vier Millionen Kubikmeter mehr Wasserspeicherung jährlich. Die Ersparnis bei den Kosten sei dann ebenfalls beträchtlich. Auf rund 36.000 Hektar Ackerfläche im Steirischen Vulkanland bedeute das 1,3 Millionen Euro weniger Stickstoff- und Phosphordünger und 1,7 Millionen Euro weniger Dieselverbrauch, schätzt Regionalwissenschaftler Christian Krotscheck.

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Josef Pollhammer zeigt gut durchwurzelte Erde.

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