LKH Feldbach
Historischer Wahlsieg im größten Betrieb des jüngsten Bezirks

85 Prozent: Christian Fürntrath und Manuela Leitgeb haben gut lachen.
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Die Betriebsratswahlen im LKH Feldbach sind geschlagen. Mehr als 85 Prozent der 904 Wahlberechtigten gaben dem Team von Christian Fürntrath ihre Stimme. Umgerechnet sind das elf von insgesamt 13 Mandaten, was einem Plus von drei entspricht. Das Team von Maria Schmidt kommt auf nicht ganz 15 Prozent. Das Ergebnis bedeutet für die Liste 2 einen Verlust der Hälfte der Mandate, sie hält jetzt bei zwei.
2016 war es Christian Fürntrath gelungen, mit seiner Liste "FSG und Unabhängige" erstmals die Mehrheit zu holen. Mit acht von zwölf Mandaten bei zwei Wahlwerbern war die Absolute sogar deutlich gewesen. Seither sind er und seine Kollegin Manuela Leitgeb als freigestellte Betriebsräte für die Vertretung der Mitarbeiter da – der Zuspruch vonseiten der Belegschaft beim mit 907 Mitarbeitern größten Dienstgeber im Bezirk Südoststeiermark lässt sich am Ergebnis ablesen. Man habe sich von den Angriffen des Mitbewerbers nicht aus der Bahn werfen lassen, so Christian Fürntrath, der bereits seit 27 Jahren in der Pflege tätig ist. Vor 16 Jahren habe er in Sachen Betriebsrat bei null begonnen, entsprechend stolz ist er auf das Ergebnis.

Enttäuschung bei Maria Schmidt

Das Team von Maria Schmidt, die bei der letzten Betriebsratswahl nicht an erster Stelle kandidierte, musste herbe Verluste hinnehmen. Ausgegangen ist Schmidt davon, die vier Mandate halten zu können, entsprechend groß sei die Enttäuschung ob der Halbierung der Sitze. "Ich gratuliere der Liste Fürntrath zum fulminanten Wahlsieg", obwohl sie, Schmidt, das Ergebnis nicht nachvollziehen könne. Sie müsse das Ergebnis nun noch analysieren. Man werde aber dennoch "weitermachen".

"Wir sind ja keine Personalvermehrer"

"Wir versprechen nichts, was wir nicht halten können. Wir sind ja keine Personalvermehrer", spielt Betriebsratsvorsitzender Fürntrath auf das vorherrschende Spitalsthema in den Medien an. Freilich, man müsse den Mangel an niedergelassenen Ärzten abfedern. Faktum sei: "Was die Berechnung betrifft, ist der Personalstand am LKH Feldbach in Ordnung." Aber es sei halt die Berechnung, die nicht stimme. Jedenfalls werde man in Sachen Personal weiter Druck ausüben, wie Manuela Leitgeb verspricht.

Kinderbetreuung im Betrieb gefordert

Von den elf Mandaten des Teams von Christian Fürntrath entfallen sieben auf Frauen. Überhaupt sind die Beschäftigten im LKH Feldbach mit einer Frauenquote von 80 Prozent überwiegend weiblich. Nicht von ungefähr kommt daher die Forderung nach einer betrieblichen Kinderbetreuungseinrichtung. Seit 15 Jahren sei man bereits an dem Thema dran, wie Manuela Leitgeb sagt. Anderswo sei das auch möglich, als Beispiele zählt sie die Standorte Hartberg, Weiz, Wagna und Graz auf. Die jungen Mitarbeiter seien dann durchaus bereit, das Beschäftigungsausmaß zu erhöhen. Zurzeit sind viele von ihnen Teilzeitbeschäftigte. Gefordert sehen Fürntrath und Leitgeb in dieser Thematik vor allem die KAGes als Arbeitgeber, aber auch die lokale und regionale Politik.

Bekenntnis zum LKH-Standort fehlt

Außerordentlich wichtig ist Fürntrath und Leitgeber, "dass der Standort gesichert wird". Man vermisse ein klares Bekenntnis vonseiten der Politik. 910 Mitarbeiter und 100.000 Ambulanzfälle im Jahr – das LKH Feldbach ist ein wichtiger Faktor für die Region und die Menschen, die hier leben.

Details

Anzahl der Wahlberechtigten: 904
Abgegebene Stimmen: 718
Gültige Stimmen: 708

Liste 1, Team Christian Fürntrath, Unabhängige und FSG
603 Stimmen, 85,17 %, Mandate 11 (+3)

Liste 2 Team Maria Schmidt
105 Stimmen, 14,83 %, Mandate 2 (-2)

Autor:

Heimo Potzinger aus Südoststeiermark

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