Unsere Erde
Im Restmüll landet ganz viel "Mist"

Im Ressourcenpark Ratschendorf zeigen Wolfang Haiden und Abfallberaterin Sarah Nell vor, wie man richtig sammelt.
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  • Im Ressourcenpark Ratschendorf zeigen Wolfang Haiden und Abfallberaterin Sarah Nell vor, wie man richtig sammelt.
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Die regionalen Müllexperten in der Südoststeiermark zeigen auf, dass viel Falsches im Restmüll landet.

In Zeiten des Klimawandels ist natürlich auch die Mülltrennung ein essenzielles Thema. Laut Wolfgang Haiden, Geschäftsführer des Abfallwirtschaftsverbands Radkersburg bzw. im Ressourcenpark Ratschendorf, zählt man in Österreich im Ländervergleich zu den Weltmeistern in Sachen Mülltrennung. "Der Teufel liegt hier im Detail", macht Haiden aber darauf aufmerksam, dass steiermarkweit rund 51 Prozent des gesammelten Restmülls in jener Fraktion eigentlich nichts zu suchen haben. So landen laut Haiden erfahrungsgemäß neben noch verpackten Lebensmitteln etwa auch Elektro-Altgeräte im Restmüll.

Das Team des AWV Feldbach: Alfred Derler mit seinen Kolleginnen Nicole Zweifler (l.) und Sieglinde Neumeister.
  • Das Team des AWV Feldbach: Alfred Derler mit seinen Kolleginnen Nicole Zweifler (l.) und Sieglinde Neumeister.
  • Foto: AWV Feldbach
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Haiden macht auch auf neue Zielvorgaben der EU aufmerksam. Während man bei Metallen, Glas und Papier gut unterwegs sei, müsse die Menge an recycelbaren Kunststoffen verdoppelt werden. Dabei behilflich sein soll auch die Modernisierung der Infrastruktur. So soll sukzessive die Umstellung von Altstoffsammelzentren (ASZ) auf Ressourcenparks passieren. Diese Umstellung bzw. Umbenennung ist in Ratschendorf, das ASZ wurde dort als steirisches Pilotprojekt grundsätzlich als Ressourcenpark konzipiert, vergangenen Herbst passiert. In den Parks können gemäß Haiden 80 Prozent der gesammelten Mengen stofflich verwertet werden.

Inneren Schweinehund überwinden

Einen Ressourcenpark strebt man auch in Feldbach an, wie Alfred Derler, Abfallberater des Abfallwirtschaftsverbands Feldbach, erklärt. Laut Derler wäre in Sachen Mülltrennung noch viel mehr drin. "Wir wissen so viel, tun aber nichts – wir müssen endlich den inneren Schweinehund überwinden".
Derler und Haiden haben Tipps, wie man am besten Müll trennt oder ihn am besten gleich vermeidet. Hingewiesen wird etwa auf die ab März im Handel erhältlichen Milch-Mehrwegflaschen. Propagiert wird der bewusste Einkauf in der Region, gut durchdacht mit Einkaufsliste und Korb statt Plastiksackerl. "Am besten legt man sich im Haushalt ein Trennsystem zurecht, damit die Fraktionen erst gar nicht vermischt werden", so Wolfgang Haiden.

Im Ressourcenpark Ratschendorf zeigen Wolfang Haiden und Abfallberaterin Sarah Nell vor, wie man richtig sammelt.
Das Team des AWV Feldbach: Alfred Derler mit seinen Kolleginnen Nicole Zweifler (l.) und Sieglinde Neumeister.
Autor:

Markus Kopcsandi aus Südoststeiermark

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