Stromausfall
Mit 100 PS durch die Krisenzeit

"Feuerprobe" für das Aggregat: Robert Lang, Karl Puchas, Josef Ober, Philipp Lang, Johannes Matzhold, Peter Baptist, Josef Gsöls (v.l.) simulierten im Einsatzzentrum in der Gleichenberger Straße einen Stromausfall.
  • "Feuerprobe" für das Aggregat: Robert Lang, Karl Puchas, Josef Ober, Philipp Lang, Johannes Matzhold, Peter Baptist, Josef Gsöls (v.l.) simulierten im Einsatzzentrum in der Gleichenberger Straße einen Stromausfall.
  • hochgeladen von Heimo Potzinger

Feldbachs Feuerwehr ist jetzt auf den Blackout vorbereitet – das war nicht immer so. Niemand will den Teufel an die Wand malen, allerdings löst die Vorstellung eines Strom-Blackouts bedrohliche Szenarien in den Köpfen aus. Zurecht, denn ohne Strom funktioniert so gut wie nichts. Unsere vernetzten Systeme sind verletzlich. "Blackout-Vorsorge ist eine logische Ergänzung einer modernen In-frastruktur", führt Bürgermeister Josef Ober ins Treffen.
Freilich, die Feuerwehr braucht als wesentlicher Stützpunkt eine ganz spezielle Ausstattung. Das Einsatzzentrum in Feldbach ist noch dazu Kommandozentrale für 73 Feuerwehren im Bereich Feldbach. Eine lückenlose Stromversorgung ist essenziell für die Einsatzfähigkeit. Ein neues 100 PS starkes Dieselaggregat gewährleistet die Stromversorgung jetzt bis zu sechs Tage lang.

Notstrom für die Feuerwehr

HBI Peter Baptist kennt die Engpässe, die sich ohne Strom urplötzlich auftun, nur zu gut. Der Feldbacher Kommandant erinnert sich an den Steweag-Brand 2010 zurück. Die Sirene habe nicht funktioniert und der Einsatz habe telefonisch koordiniert werden müssen. Beim Blackout sei auch das Befüllen der Atemschutzflaschen nicht möglich, wie Bereichsfeuerwehrkommandant Hannes Matzhold zu denken gibt – und das ausgerechnet dann nicht, "wenn die Menschen ohne Strom wieder mehr mit Feuer hantieren müssen" und sich die Feuerwehreinsätze häufen dürften, so Baptist. In dem Zusammenhang räumen Sicherheitsbeauftragter Josef Gsöls und Energieexperte Karl Puchas gleich mit einem Mythos auf. Die Feuerwehr ist bei Stromausfall für die Haushalte nicht Ansprechpartner, dafür gebe es in jedem Ort Selbsthilfebasen – 14 an der Zahl in der Gemeinde – "und das sind keine 5-Sterne-Hotels", so Puchas.
Philipp Lang, Gemeindeelektriker und Feuerwehrmitglied, hat sich – wie Stadttechniker Robert Schmidt – fünf bis sechs Jahre mit dem Thema beschäftigt. Das Notruftelefon müsse immer erreichbar sein, daher sei die automatische Umschaltung auf das Aggregat wichtig. Die drei Minuten dazwischen würden durch eine Batterie abgefangen.

Das Aggregat

100 PS Turbolader, 4 Zylinder, 195 Liter + extern 980 Liter, 10 l/h, 25.000 Euro (15.000 von Gemeinde) + 8.000 Euro für Steuerung

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