Distance Learning
Ohne "Training" in die virtuelle Klasse

Sebastian Ebner von der 2B-Klasse der HLW Feldbach hat sich seinen Homeoffice-Platz eingerichtet, von dem aus er die Aufträge abarbeitet.
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  • Sebastian Ebner von der 2B-Klasse der HLW Feldbach hat sich seinen Homeoffice-Platz eingerichtet, von dem aus er die Aufträge abarbeitet.
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Die Umstellung auf E-Learning klappt den Umständen entsprechend gut.

Das Corona-Virus hat den Unterricht nach Hause verlegt. Steiermarkweit heißt das für mehr als 150.000 Schüler und über 16.000 Lehrer von fast 900 Schulen E-Learning daheim am PC. Im Bezirk sitzen zurzeit mehr als 12.000 Schüler und fast 1.200 Lehrer im virtuellen Klassenzimmer.
Laut Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner, sie stammt aus Gnas, läuft der Unterricht "mittlerweile ganz gut". Mit jedem Tag gelinge das Lernen zu Hause mit den Eltern besser. "Keine Frage, dass Eltern mit Kindern im Moment sehr unterschiedlich gefordert sind. Vor allem jene, die gleichzeitig im Homeoffice-Betrieb ihrer Arbeit nachgehen und ihre Kinder betreuen." Manche Familien seien technisch hervorragend ausgestattet, andere eher mangelhaft. "Diese Situation lässt sich nicht zu 100 Prozent trainieren, das ist wie für alle Berufstätigen und Unternehmer Neuland für uns!"

Über "Teams" weiter zusammen

In der HLW Feldbach, mit der Schule treibt die WOCHE laufend das Projekt "Reporter mit Klasse" voran, habe sich soweit alles gut eingespielt. Deutschlehrerin Marion Maier hat als Klassenvorstand der 4B einen guten Draht zu ihren Schülern. Man dürfe nicht vergessen, dass man nun von zu Hause aus unter völlig neuen Voraussetzungen einen Bildungsauftrag erfülle und gleichzeitig für Kontinuität und Sicherheit für die Schüler zu sorgen habe, so Maier. "Viele von uns leisten in ihrem stillen Kämmerlein Großartiges, um unsere Kinder und Jugendlichen trotz Krise unterstützen und weiterbringen zu können."
Und über welche Kanäle sind Lehrer und Schüler verbunden? "Es gibt viele Lernplattformen. Eine der ältesten und bekanntesten ist Moodle. In unserer Schule verwenden wir schon seit Längerem Microsoft office 365", verrät Marion Maier, sie ist auch WOCHE-Redakteurin. Lehrer und Schüler hätten über Microsoft schon lange eine Schul-E-Mail. Nun seien neue Anwendungen wie das Tool "Teams" hinzugekommen. Jenes wurde inzwischen für jede Klasse und jeden Gegenstand eingerichtet. Die älteren Schüler kämen ganz gut zurecht, da die Schule auch einen Schwerpunkt auf selbstorganisiertes Lernen lege. Und Maier darf sich von den Schülern bestätigt fühlen.

Alina Pieber ist nun ein Fan von offenem Lernen.
  • Alina Pieber ist nun ein Fan von offenem Lernen.
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"Wir bekommen von den Lehrern genügend Zeit, sie sind aber immer für uns erreichbar." Sie habe noch nie länger als eine Viertelstunde auf eine Antwort gewartet, sagt Schulsprecherin Alina Pieber von der 4A. Auch Sebastian Ebner aus der 2B hat die Umstellung gut hinbekommen: "Persönlich geht es mir recht gut mit der Situation", die sozialen Kontakte vermisse er – wie übrigens all seine Kollegen auch – am meisten. Und Maturantin Teresa Moik (5A) kann dem E-Learning auch etwas Positives abgewinnen. Durch die Verschiebung der Matura auf voraussichtlich 19. Mai, habe sie mehr Zeit, sich vorzubereiten. Und: "Ich bin generell eine Person, die gut strukturiert arbeiten will." Und das sei nun auch daheim eigenverantwortlich möglich.

Teresa Moik kommt gut zurecht, ihr fehlen aber die Schulkollegen.
  • Teresa Moik kommt gut zurecht, ihr fehlen aber die Schulkollegen.
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Kompliment an die Lehrer

Direktor Markus Sturm sieht zwei Vorteile für die HLW – zum einen die Vorreiterrolle in Sachen "offenes Lernen", zum anderen die Altersstruktur. Die Situation sei für Kinder schwieriger. Und er hat noch etwas auszurichten: "Ein Riesenkompliment an die Lehrer, die sind offen für Neues, und an Systemadministrator Heimo Schuh!"

Autor:

Heimo Potzinger aus Südoststeiermark

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