Neues Jugendgesetz
Wenige glauben beim Rauchen an die Gesetzeskraft

"Kippe" erst ab 18: 94,4 Prozent der Jugendlichen und 94,1 Prozent der Eltern sind sich dessen laut Ergebnis der Umfrage bewusst.
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  • "Kippe" erst ab 18: 94,4 Prozent der Jugendlichen und 94,1 Prozent der Eltern sind sich dessen laut Ergebnis der Umfrage bewusst.
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Befragung von WOCHE und Jugendressort Steiermark zeigt, dass Jugendliche und Eltern die Wirkung vom Jugendgesetz in Sachen Rauchen anzweifeln.

Das neue Jugendgesetz, das mit 1. Jänner in Kraft getreten ist, hat einige Veränderungen mit sich gebracht. Doch wie gut weiß die Bevölkerung über die Neuerungen Bescheid? Die WOCHE und das Jugendressort Steiermark wollten es genau wissen. Gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut "m(Research" hat man eine Umfrage gestartet. Befragt wurden ca. 1.200 Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren bzw. Eltern von Jugendlichen in jenem Alter.

Gesetzesänderung ist kein Neuland

Dass sich in puncto Jugendgesetz was getan hat, scheint bekannt zu sein – 78,9 Prozent der Jugendlichen und 72,4 Prozent der Eltern in der Region Oststeiermark haben angegeben, darüber informiert zu sein.
Ins Detail gegangen ist man u.a. bei den Änderungen hinsichtlich des Rauchens. Das neue Jugendgesetz sieht ja vor, dass der Kauf, Besitz und Konsum von Tabak – auch von E-Zigaretten und E-Shishas – bis 18 verboten sind. Zuvor war das Rauchen ja schon ab 16 möglich.
94,4 Prozent der Jugendlichen und 94,1 Prozent der Eltern in der Region Oststeiermark waren, was Zigaretten anbelangt, im Bilde. Noch etwas Luft nach oben besteht in puncto E-Zigaretten und E-Shishas Hier wussten "nur" 75 Prozent der Jugendlichen und 77,2 Prozent der Eltern, dass E-Zigaretten und E-Shishas auch erst ab 18 erlaubt sind.
Dass das neue Gesetz Jugendliche vom "Glimmstängel" abhält, glauben in der Region nur wenige – und zwar 7,9 Prozent der Jugendlichen und 15,8 Prozent der Erwachsenen. Nachgefragt wurden auch die Gründe fürs Rauchen. 69,8 Prozent der Jugendlichen im Raum Oststeiermark nennen den Gruppenzwang als "Auslöser". 94,8 Prozent sind sich bewusst, dass das Rauchen Krebs zur Folge haben kann.

Wichtiges Signal

Als wichtiges Signal – vor allem gesundheitspolitisch – sieht Roland Knausz vom Streetwork Südoststeiermark die neue Raucherregelung. Er bestätigt die Ergebnisse der Umfrage insofern, dass die Bürger nach anfänglicher Unsicherheit zu Jahresbeginn mittlerweile gut über die Gesetzeslage Bescheid wissen. Knausz und Streetwork-Kollegin Stefanie Krassnig betonen, dass das Rauchen durch das neue Jugendgesetz wieder bewusster in Reihen der Jugend diskutiert wird. Beide glauben, dass die Gesetzesänderung bei jungen Menschen – vor allem jenen, die nicht schon zuvor mit 16 zur Zigarette gegriffen haben – doch ein Umdenken bewirkt.

Details zur Befragung
Methode: Onlinebefragung
Zielgruppe: Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren, Eltern von Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren
Fallzahl: 663 Jugendliche und 581 Eltern

Die Ergebnisse der WOCHE-Umfrage rund ums Thema Ausgehzeiten finden Sie hier.

"Kippe" erst ab 18: 94,4 Prozent der Jugendlichen und 94,1 Prozent der Eltern sind sich dessen laut Ergebnis der Umfrage bewusst.
Roland Knausz vom Streetwork Südoststeiermark.
Autor:

Markus Kopcsandi aus Südoststeiermark

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