Gastwirtschaft
Wenn im Lokal das Kind König ist

Die kinderfreundlichen Gastwirte nahmen ihre Urkunden aus den Händen von Josef Ober und Christian Ortauf entgegen.
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Die Stadt Feldbach zeichnete gemeinsam mit dem Tourismusverband 28 ihrer Gaststätten mit einem speziellen Prädikat aus. Die "kinderfreundlichen" Lokale sind zum Führen einer entsprechenden Plakette im Eingangsbereich berechtigt.
Das Prädikat "kinder-, jugend- und familienfreundliche Gaststätte" ist somit an der Fassade fast aller Kandidaten für die Auszeichnung in der Großgemeinde Feldbach zu finden. Rund 35 Gastronomiebetriebe würden dafür insgesamt in Frage kommen, wie Projektkoordinatorin Beatrice Strohmaier sagt. Ein Spielplatz allein werde dem Prädikat nicht gerecht, wie sie betont. "Uns ist vor allem wichtig, wie die Angestellten auf Kinder zugehen und sich auf Familien einstellen."

Alle sollen sich wohlfühlen

Im 24 Punkte umfassenden Kriterienkatalog finden etwa Freundlichkeit des Personals, Kindermenüs oder auch eine Stillecke Berücksichtigung. Was nicht als Voraussetzung für die Verleihung des Prädikats gilt, ist der Gesundheitsaspekt in Bezug auf Rauchfreiheit. Der Spielbereich befinde sich in den ausgezeichneten Betrieben überall im "Nichtraucher", argumentiert Strohmaier. Bürgermeister Josef Ober verwies im Zuge der Verleihung der Urkunden an die Wirte auf das mögliche gesetzliche Rauchverbot ab Herbst. Für ihn sei die Familienfreundlichkeit der Gaststätten ein "weiterer Akzent, den Weg Feldbachs hin zur kinder-, jugend-, und familienfreundlichen Gemeinde sichtbar zu machen". Ein überzeugter Tourismuschef Christian Ortauf stößt ins selbe Horn: "Da, wo sich Familien wohlfühlen, dorthin kommen sie zum Essen und Einkaufen."
Als zweifacher Familienvater bestätigt Franz Niederl von "Pfeiler's Bürgerstüberl": "Sind die Bedürfnisse der Kinder gedeckt, fühlen sich auch die Eltern, Großeltern und alle anderen Gäste rundherum wohl."

Die 28 ausgezeichneten Gaststätten

Amschl, Baderestaurant, Bajazzo, Beisl, Billek, Brückenstüberl, Casa mia, China-Restaurant, Dorfwirt Friesinger, Fandl, Fitz, Herbst, Hödl-Kaplan, Hütter, Kika, Kleinmeier, Kulmberghof, La Piazetta, Pfeiler's, Lava Inn, Mc Donald's,
Pfister, Reicht (Uller), Schwarz, Sterngucker, Urbanistub'n, Weidenhof, XXXLutz

MEINUNG

Ans Ziel bitte nicht um jeden Preis!

Löblich ist der ambitionierte Weg Feldbachs hin zur Auszeichnung als kinder-, jugend- und familienfreundliche Gemeinde. In der Stadt sollen mehrere Positionierungen den Erfolg des Standortes nachhaltig sichern. Nicht nur Gesundheit und Bildung spielen dabei eine maßgebliche Rolle, wie Stadtchef Josef Ober betont. Der Fokus liege auch auf Familienfreundlichkeit. Das Angebot für Kinder, Jugendliche und Familien will man sichtbar machen. Jüngst hat die Stadt jene Gastwirte vor den Vorhang geholt, die sich im Besonderen um einen guten Ruf Feldbachs in Sachen Familienfreundlichkeit bemühen und verdient machen. Was in den Katalog der Kriterien für den Erhalt des Prädikats "kinder-, jugend- und familienfreundliche Gaststätte" nicht Eingang fand, ist das generelle Rauchverbot im Lokal. Auch wenn sich die Spielecke im Nichtraucher befindet, ist dieses Versäumnis – unter dem Gesundheitsaspekt – fahrlässig. Und auch in gesellschaftlicher Hinsicht: Schlechte Vorbilder haben nämlich – bildungstechnisch gesehen – an einem kinderfreundlichen Ort nichts verloren.
Redaktionsleiter Heimo Potzinger

Die kinderfreundlichen Gastwirte nahmen ihre Urkunden aus den Händen von Josef Ober und Christian Ortauf entgegen.
Ein Aufkleber weist auf Kinderfreundlichkeit hin.

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