FAIRing
Hier arbeiten Bauern, Müller und Bäcker zusammen

Stadtamtsdirektorin Carina Kreiner, Seniorchef Helmut Winkler, Landtagsabgeordneter Franz Fartek, Fehrings Bürgermeister Johann Winkelmaier, Kapfenstein-Bürgermeister Ferdinand Gross, Mühlenbesitzerin Liane Berghofer, Bäckereichefin Ursula Winkler, Regionalwissenschaftler Christian Krotscheck und Unterlamms Bürgermeister Robert Hammer (v.l.)
  • Stadtamtsdirektorin Carina Kreiner, Seniorchef Helmut Winkler, Landtagsabgeordneter Franz Fartek, Fehrings Bürgermeister Johann Winkelmaier, Kapfenstein-Bürgermeister Ferdinand Gross, Mühlenbesitzerin Liane Berghofer, Bäckereichefin Ursula Winkler, Regionalwissenschaftler Christian Krotscheck und Unterlamms Bürgermeister Robert Hammer (v.l.)
  • Foto: WOCHE
  • hochgeladen von Heimo Potzinger

In der Region "FAIRing" kommt dem Müller- und dem Bäckerhandwerk eine besondere Bedeutung zu. Gleich 239 Betriebe sind direkt oder indirekt mit der Produktion von Brot beschäftigt.

Nur wenige Regionen können den Kreis vom Getreide zum Mehl und zu Brot und Gebäck auf dem Tisch so lückenlos schließen wie hierzulande in der Projektregion. Immerhin ist eine der letzten Mühlen in der Handwerksregion "Fairing" beheimatet.

Drei Gemeinden, ein Ziel

Aber wofür steht "FAIRing" eigentlich? Die Gemeinden Fehring, Kapfenstein und Unterlamm positionieren sich in der Initiative gemeinsam als Leuchtturm in Sachen Handwerk. Auf drei Punkte legen sie besonderen Wert: Man will Bewusstsein für das Handwerk schaffen, junge Menschen dafür begeistern und es schaffen, dass der Begriff Handwerk wieder "in" ist. „Fairing“ steht aber auch für einen fairen Umgang mit und freilich zwischen Unternehmern und Konsumenten.

Franz Fartek ist FAIRing-Initiator

Der Mann hinter der Initiative ist Landtagsabgeordneter Franz Fartek, der als stellvertretender Vulkanlandobmann in der Region dem Handwerk jene Wertschätzung zukommen lässt, die es verdient. Denn aus der Region wegzudenken sei das Handwerk – im Speziellen das Bäcker- und das Müllerhandwerk – in der Region nicht. Das bestätigen die Zahlen von Regionalwissenschaftler Christian Krotscheck. Rechtzeitig zum 120-Jahre-Jubiläum der Bäckerei Winkler in Fehring und zu 175 Jahre Berghofermühle, ebenfalls in der Stadtgemeinde angesiedelt, hat sich der Experte die Wertschöpfungskette bei Backwaren und die Bedeutung des Brotes und des Brot-Handwerks in der Region mit mehr als 10.000 Einwohnern angeschaut.

10 Minuten Arbeit für 1 Kilo Brot

351 Hektar stehen in der Region Fairing mit Fehring, Kapfenstein und Unterlamm für den Anbau von Getreide für Lebensmittel zur Verfügung. Der Konsum ist hoch: Rund 75 Kilogramm Brot oder Getreidewaren nimmt ein Einwohner pro Jahr zu sich. Der Selbstversorgungsgrad liegt bei 100 Prozent. "Wir schaffen das Drei- bis Fünffache der Produktion, weil wir die Städte mitversorgen", weiß Krotscheck. Dabei beträgt die Wertschöpfung pro Jahr rund 2,8 Millionen Euro. Wie wichtig die Sparte für die Region ist, lässt sich auch an den Zahlen der Beschäftigten ablesen. 425 Menschen sind handwerklich am "täglichen Brot" in Fairing beteiligt, 260 von ihnen können davon leben. Allerdings, es ist nicht alles Gold was glänzt. Denn: Nur 0,5 Prozent der Haushaltsausgaben gehen in den Kauf von Backwaren. „1960 musste man 20 Minuten arbeiten, um sich ein Kilogramm Mischbrot kaufen zu können, heute sind es nur noch zehn Minuten", gibt Krotscheck zu bedenken.

Der Brotbackwettbewerb

Ursula Winkler führt eine von zwei Bäckereien in der Region "Fairing". "Überlebt" hab man nur über den Mischbetrieb mit Bäckerei, Konditorei und Café. Von den sieben Mühlen im letzten Jahrhundert ist in der Region überhaupt nur eine übrig geblieben: die Berghofer-Mühle. Leicht habe man's nicht. Fast das gesamte Mehl wird industriell erzeugt. In den kleinen Mühlen wird nur noch 1 Prozent gemahlen.
Zum Mühlen-Jubiläum ruft Liane Berghofer nun gemeinsam mit der Handwerksregion Fairing einen Brotbackwettbewerb aus: „Wir sind auf der Suche nach dem kreativsten Brot.“ Die Einreichung der Rezepte erfolgt bis 31. Juli per E-Mail an office@berghofer-muehle.at. Mitmachen könne ein jeder. Die Rezepte werden im „Fairinger Brothandwerksbuch“ verewigt.

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