23.10.2016, 15:17 Uhr

Filmkritik: Egon Schiele – Tod und Mädchen

Drama, Biografie / 109min / AUT/LUX 2016 / R: Dieter Berner

Egon Schiele, dem Meister des Strichs, dem atemberaubend expressionistischen Maler und Zeichner, dem großen Erotiker und Provokateur widmet Dieter Berner sein filmisches Augenmerk. Basierend auf Hilde Bergers Roman „Tod und Mädchen: Egon Schiele und die Frauen“ zeichnet er Schieles (Noah Saavedra) Leben anhand seiner Frauenbekanntschaften (v.a. Schieles Schwester Gerti und Wally Neuzil gespielt von Maresi Riegner und Valerie Pachner) nach. Darin liegt auch das Grundproblem dieses Biopics: Neben dem zu traditionellen Aufbau in Rückblenden ist die bloße Definition über Liebesaffären schlichtweg zu beschränkt für eine Persönlichkeit wie Schiele. Skizziert wird ein Mann, der eigentlich nur die Kunst lieben kann und Beziehungen als Mittel zum Zweck nutzt. Die Kunst selbst wird dabei ausgespart. FAZIT: Unterkühltes und eindimensionales Künstlerportrait. (Elisabeth Knittelfelder) +++
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