09.06.2017, 11:44 Uhr

Feldbach lernt die Vielfalt zu leben

Motoren der Vielfalt: Elke Flitsch (Bürgerservice der Stadtgemeinde), Rudolf Kulovics, Andrea Descovich und Josef Ober (v.l.).

Beirat möchte ein zufriedenes Zusammenleben in der Stadt kultivieren.

Die Stadtgemeinde Feldbach zeichnet sich in vielerlei Hinsicht durch Vielfalt aus – sowohl im Angebot als auch in puncto Bevölkerung. Gemeinderätin Andrea Descovich hat sich in junger Vergangenheit im Rahmen der Plattform „Miteinander – Füreinander in Feldbach" vor allem um die Integration von Schutzsuchenden in Feldbach gekümmert.

Descovich is auch Vorsitzende des Beirats "Miteinander leben in Vielfalt", dem rund 60 Personen angehören. Ein Jahr nach der Gründung blicken Descovich und Co. auf sechs Workshops und viele abgeschlossene Projekte zurück. Die Vielfalt, die starker Bestandteil des Leitbilds von Bürgermeister Josef Ober bzw. der Stadtgemeinde ist, beschränkt sich im Tun des Beirats keinesfalls auf das Thema Asyl. Beleuchtet wurden und werden u.a. gesellschaftliche Veränderungen in der Lebensstrukur, das Leben im Alter oder die Barrierefreiheit.

So hat z.B. eine Gruppe mit Cornelia Gindl, Werner Kleinschuster, Hanno Stößl und Martin Sohar Feldbach auf seine Barrierefreiheit getestet. In der Folge wurde eine Rampe beim Stadtkindergarten installiert – in den kommenden Monaten wird außerdem das Hallenbad in Feldbach mit einem Lift versehen. Josef Ober will in dieser Hinsicht auch die Unternehmer Schritt für Schritt mit ins Boot holen. "Ich bin davon überzeugt, dass die Bürgergasse im Laufe der nächsten zwei Jahre großteils barrierefrei werden wird", so Ober. Er freut sich, dass als Teil des "Vielfaltsprozesses" auch der Motorikpark als Begegnungszone im Zentralraum Feldbachs umgesetzt werden konnte.

Wesentlicher Motor des Beirats ist Rudolf Kulovics, der vor allem den Bürgerbeteiligungsprozess vorantreibt. Er lädt regelmäßig in Pfeiler's Bürgerstüberl in Feldbach zum Austausch ein. Das nächste Mal übrigens am 4. Juli um 19 Uhr. Kulovics geht in den Gesprächen vor allem der Unzufriedenheit der Menschen auf den Grund. In der Folge will er sie motivieren, selbst aktiv zu werden bzw. Angebote und Institutionen vorzuschlagen, welche sich für die Selbstverwirklichung eignen würden. Am 15. Juli gibt es diesbezüglich auch ein Symposium (siehe Infobox).

Symposium
Ort: Zentrum Feldbach
Termin: 15. Juli, 9 bis 18 Uhr
Themenauszug: Sichtweisen vorstellen, kennenlernen, hinterfragen; Erfahrungsberichte zu Tauschkreisen, Schenkwirtschaft, Regionalgeld; Ernährung, Biolandwirtschaft, Gesundheit
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