04.12.2017, 12:14 Uhr

Mureck: Vorrang für Schule und mehr Ärzte

Der Hut brennt in Sachen Schulsanierung. Ein Gutachten zeigt, dass vor allem in puncto Brandschutz bald gehandelt werden muss.

Mureck: Gutachten schreibt baldige Schulsanierung vor. Bürger fordern Ärztezentrum.

2018 wird für Mureck ein aktives Jahr – so plant es zumindest Bürgermeister Anton Vukan. Die Prioritäten sind gesetzt. Schon lange am Tisch ist die Sanierung der NMS bzw. der Polytechnischen Schule. Wie die WOCHE berichtet hat, stehen hier noch Fragezeichen hinter der Finanzierung. Eine Einigung mit den eingesprengelten Gemeinden wurde noch nicht erzielt – außerdem steht der Vorschlag der anderen Bürgermeister im Raum, die Polytechnische Schule von Mureck z.B. nach Straden zu verlegen.
"Ich muss da was machen, sonst brennt der Hut", steht für Vukan fest. Er hat eine Mängelliste eines gerichtlich beeideten Sachverständigen vorliegen. 15 Auflagen werden im Gutachten angeführt. Sieben Maßnahmen wären sofort zu treffen, weitere acht Punkte bis spätestens 15. September 2018 zu erfüllen.

Auf eigene Rechnung

"Wenn es keine Einigung mit den anderen Bürgermeistern gibt, werde ich die Mängel auf eigene Kosten beheben lassen", erklärt Vukan. Er rechnet mit einem finanziellen Aufwand von rund 1,5 Millionen. Nicht vom Tisch wären mit der Maßnahmenliste, die vor allem das Thema Brandschutz betrifft, viele andere Punkte des ursprünglich geplanten Sanierungspakets – so etwa der feuchte Keller. Bevor es ans Eingemachte geht, sollen allerdings noch Gespräche mit den Bürgermeisterkollegen folgen. Vukan verweist auf schriftliche Auskünfte bzw. Bemühungen der Büros Schützenhöfer und Schickhofer, alle Betroffenen an einen Tisch zu holen.


Bürger haben entschieden

Entscheidungen vonseiten der Murecker gibt es bezüglich des sogenannten "Bürgerbudgets". In einem Fragebogen wurden die Bürger gefragt, für welche Projekte die Finanzmittel der Stadt eingesetzt werden sollen. 905 ausgefüllte Fragebögen wurden retourniert.
Die Top-3 stehen eindeutig fest. Für über 90 Prozent der Bürger hat das geplante Ärztezentrum höchste Priorität. Die Planungen dafür laufen bereits bzw. wurde zu diesem Zwecke die ehemalige Billa-Filiale erstanden. Vukan schätzt jedoch, dass der Platz nicht ausreichen und ein Zubau nötig sein wird. "Neben sechs Ärzten haben auch viele Therapeuten ihr Interesse bekundet", erklärt Vukan.
Nummer zwei auf der Wunschliste der Bürger ist ein ganztägiges Kinderhaus mit Kinderkrippe. Konkret sollen im nur teilweise genutzten Kolpinghaus die beiden Kindergärten der Stadt vereint werden. Dieses Projekt will Vukan ebenso 2018 starten wie die Verkehrssicherheit. Entschärft werden soll primär der Bereich rund um die Volksschule.
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