27.06.2017, 08:14 Uhr

Neun Millionen Liter am Tag sind Rekord

Die TLO versorgt auch Hartberg: Franz Glanz, Erwin Marterer, Josef Ober, Marcus Martschitsch, Martin Pesendorfer (v.l.).

Ohne Transportleitung Oststeiermark hätte der Südosten Österreichs ein Wasserproblem.

Am österreichischen Trinkwassertag zog der Vorstand des Wasserverbandes Transportleitung Oststeiermark (TLO) Bilanz. Sie zeigte, dass die Wasserader in den Südosten Österreichs längst zur unverzichtbaren Notversorgung geworden ist. In den vergangenen Tagen wurden Verbrauchsspitzen von hundert Liter pro Sekunde erreicht, das sind täglich knapp 9 Millionen Liter Wasser. 5,5 Milliarden Liter Wasser wurden seit September 2010 an die Mitglieder geliefert.

Die beste Investition

Franz Glanz, Chef der Wasserversorgung Grenzland Südost, verdeutlichte, dass sein Versorgungsgebiet ohne TLO bereits Verbrauchseinschränkungen verordnen müsste. Für TLO-Kassier Bürgermeister Erwin Marterer ist die TLO daher die beste und wichtigste Investition (sie kostete 16 Millionen Euro) überhaupt. „Und sie ist zu hundert Prozent in öffentlicher Hand“, ergänzte Verbandsobmann Bürgermeister Josef Ober. Der fand in seiner Bilanz auch mahnende Worte: „Wenn sich das Klima verändert, muss sich das Verbrauchsverhalten anpassen. Da brauchen wir mehr Bewusstsein.“ Die Gemeinde forderte er auf, rücklagenbildend zu verrechnen. TLO-Geschäftsführer Martin Pesendorfer zeigte auf, dass für Notfälle ein mobiles Notstromaggregat angeschafft wurde. Und just am Heiligen Abend 2016 bewährte es sich bereits: „Wir hatten in Laßnitzhöhe einen Stromausfall und sicherten damit vier Tage lang die Wasserversorgung.“
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