01.06.2017, 02:25 Uhr

Uriges Kulturgut in Ebersdorf

Die Eröffnung des Weinzierlhauses „Sandstöckl" und des angelegten Bienenlehrpfades sowie die Segnung der Ambrosius-Skulptur besuchten zahlreiche Gäste.

Das restaurierte, 350 Jahre alte „Sandstöckl" in Ebersdorf wurde eröffnet.

Nur etwa zwei Kilometer weit entfernt vom ursprünglichen Standort am Poppendorfer Berg, thront das Weinzierlhaus „Sandstöckl" nun auf einer Anhöhe in Ebersdorf. Die bewegte Geschichte des Stöckels lässt sich durch eine Urkunde bis ins Jahr 1667 zurückverfolgen.
Fast zu spät hatte die Gemeinde Poppendorf 2007 den Wert des geschichtsträchtigen und volkskundlichen Gebäudes erkannt. Um das sogenannte „Sandstöckl" vor dem Verkauf und Verfall zu bewahren, hat sich um den ehemaligen Bürgermeister und derzeitigen Obmann Josef Niederl der „Verein zur Erhaltung von Kulturgut" gebildet.
Das „Sandstöckl", das letzte authentische Haus seiner Art in der Südoststeiermark, wurde nun für Besucher eröffnet. Heinrich Kranzelbinder von der „ArGe Museen und Sammlungen im Vulkanland" erzählt: „Die rund 350 Jahre alte Bergl-Wirtschaft bearbeitete ein Weinbergarbeiter. Daher rührt die Bezeichnung ,Weinzierlhaus'. Der Vulgo-Name ,Sandstöckl' kommt von den letzten Besitzern des Hauses, der Familie Sand."
Die Kosten des Wiederaufbaus belaufen sich auf rund 85.000 Euro.

Lehrpfad und Eröffnung

Zusätzlich legte der Bienenzuchtverein der Region Gnas einen Bienenlehrpfad um das Haus an. Josef Ulz vom Österreichischen Imkerbund erklärt: "Der Lehrpfad soll informieren und Besucher zum Innehalten und Betrachten einladen."
Vorträge, Informationen zur Geschichte und die Segnung der Ambrosius-Skulptur, gestaltet von Roswitha Dautermann, bildeten die Programmpunkte. Für die musikalische Umrahmung sorgte der "Raninger Singkreis" unter der Leitung von Herbert Ferko. Als Ehrengäste nahmen an der feierlichen Eröffnung u.a. Bürgermeister Gerhard Meixner, Vizebürgermeister Elisabeth Triebl, Landtagsabgeordneter Franz Fartek und Pfarrer Karl Gölles teil.

Geschichte

1667: Eine Urkunde sichert das Bestehen in der heutigen Form am Poppendorfer Berg.
2007-2010: Die Gemeinde Poppendorf kaufte das Objekt. Es wurde vermessen, abgetragen und zwischengelagert.
2017: Eröffnung des „Sandstöckls" in Ebersdorf.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.