09.04.2017, 11:09 Uhr

Der Wald und sein Zustand

Waldsorgen: Straubinger, Puchegger, Obmann des Ökologischen Jagdverbands, Naturwald-Obmann Krenn und Förster Riedl (v.l.). (Foto: WOCHE)

Zur Waldbegehung kamen Naturliebhaber aus ganz Österreich angereist.

"Waldbewirtschaftung im Großwald und im Bauernwald" war das Thema der Waldbegehung des Vereins Naturwald Steiermark und des Ökologischen Jagdverbandes Österreichs. 74 Waldbesitzer aus den österreichischen Bundesländern und Deutschland nutzten diesen Anlass, um den Zustand unserer heimischen Wälder zu besprechen. Die Begehung startete mit der Großwaldbewirtschaftung des Forstguts Liechtenstein in der Gemeinde Riegersburg, dessen Gesamtfläche sich auf 300 Hektar beläuft. Danach wurde der Bauernwald von Valentin Krenn, Obmann des Vereins Naturwald Steiermark, näher betrachtet und mit dem Großwald verglichen. Mit angeregten Diskussionen und wichtigen Tipps lernten so die Waldbesitzer mehr über Bewirtschaftung und speziell über die Verjüngung und Bejagung der Wälder.

Der weinende Wald
Als außerordentlich beunruhigend stellen sich die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Wälder heraus. Die Hauptbaumarten Fichte und Buche werden in unseren Breiten laut Forstexperten in den nächsten zwei Jahrzehnten aussterben. Doch auch andere Arten wie die Esche, Ulme oder Rotbuche verringern sich in ihrem Bestand. Deshalb wäre eine Verjüngung der Wälder mit Tanne, Eiche und Kiefer überlebensnotwendig. Zusätzlich zu den Gefahren des Klimawandels zähle unser Bezirk zu den Spitzenreitern, was die geschädigte Waldfläche durch Wildverbiss angehe, weshalb die Zusammenarbeit zwischen Jagd- und Forstwirtschaft ein wichtiges Ziel sei.
Abgeschlossen wurde der Tag mit einem Fachvortrag von Franz Straubinger aus Deutschland zu dem Thema "Praktische Umsetzung eines erfolgreichen Jagdbetriebes in der Hatzfeldt-Wildenburg'schen Forstverwaltung", der besonders das Thema Jagen und Forst in den Vordergrund rückte und hilfreiche Tipps zur Kooperation gab.

Unser Wald:
• 12.000 Waldbesitzer
• Durchschnittliche Fläche:
3 Hektar
• Fichte und Buche in zwei Jahrzehnten ausgestorben
• Höchste Wildverbissrate in Österreich
• Waldverjüngung mit Tanne, Eiche und Kiefer
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