Alles zum Thema Kommentar Moriggl

Beiträge zum Thema Kommentar Moriggl

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Kommentar
Schwammerln nur etwas für Kenner

Erst vor wenigen Tagen war ich zu Besuch bei meinen Nachbarn. Stolz breitete das Ehepaar eine Zeitung aus, auf der sich verschiedene Pilzstückchen fanden. Die selbstgesammelten Schwammerln hatten die beiden von jemandem geschenkt bekommen. Um welche Pilze es sich handelte, ließ sich kaum mehr herausfinden. Weiße, braune, große, kleine: mehr Hackschnitzel als ganze Pilze. Na Mahlzeit, wenn da nur ein einziger giftiger Pilz dabei ist. Und auch wenn die Geste, Schwammerl zu verschenken, lieb...

  • 21.08.19
Gedanken

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Funkel, funkel, kleiner Stern, ...

... ach, wie bist du mir so fern. Alles andere als "verschlafen" zeigen sich die mit Swarovski-Steinen bestückten Kostüme. Da kommt einem gleich Marilyn Monroe in den Sinn mit: "Diamonds Are a Girl's Best Friend." Zwar sind es keine echten Diamanten auf der Bühne, aber beim Spiel geht es ja in erster Linie um den Anschein. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, Swarovski sei nur schön geschliffenes Glas. Das stimmt. Aber da ließe sich in der Nacht auch sagen, das seien selbstleuchtende...

  • 13.08.19
Leute

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Es ist wieder soweit: Leute schau'n

Das Schaulaufen hat begonnen und alle waren da: Fotografen, Politiker, A-, B-, C-Promis, Polizei, Chauffeure, Taxifahrer, Touristen und natürlich das "Fußvolk", das sich auf der anderen Seite des Festspielhauses einfand. Was wurden da nicht die Köpfe verrenkt, Garderobe und Frisuren der Festspielgäste verrissen, noch bevor sie in Zeitungen und Fernsehen erschienen. Quasi "Live-Berichterstattung". Glänzen durften nicht nur die Gäste, sondern auch die Autos. Auf Hochglanz poliert und Neuwagenduft...

  • 29.07.19
  •  1
Gedanken

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Runter vom Ross und hinein in die Menge

Hoher Besuch hatte sich beim "Elf" angesagt. Nein, LH Wilfried Haslauer (züchtig im weißen Hemd, schwarzer Hose und mehr an Gesprächen mit den Bürgermeistern interessiert als am Abfeiern) war nicht gemeint: Hotelerbin Paris Hilton mietete sich für die gesamte Festivalzeit in der Lodge ein. Jetzt einmal im Vertrauen – ich bin kein Fan von Separees. Abgesehen davon, dass man mehr Geld hinblättert – was bringt einem diese "Isolationshaft" von all den anderen Festivalgästen? Weniger Dreck bestimmt,...

  • 09.07.19
Gedanken

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Wein und Schweiß, Tropfen für Tropfen

Manche mögen das Linzergassenfest als "billig" bezeichnen, ich empfinde es als Bühne der Städter. Es reiht sich mit Wein, Bier und Livemusik in die der Feste der Stadt ein. Man merkt, es ist Sommer – an jeder Ecke etwas los. Dort ein Stelldichein, da ein Grillen, hier ein Sommerfest. Und überall schöne, sehr gut angezogene Menschen – alles andere als billig darf da die Kleiderwahl sein ... bei der Society genauso wie bei den "Normalen". Man kommt aus dem Schauen gar nicht heraus. Make-up und...

  • 04.07.19
  •  1
Gedanken

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"Intus vastat" – die innere Verdorbenheit

Außen hui, innen pfui. Wer kennt das nicht – da schaut das Obst prall und glänzend aus, und wenn man hineinbeißt, blickt einem der Wurm entgegen. Schon Oscar Wilde zeigte mit "Das Bildnis des Dorian Gray", dass die äußerliche Erscheinung manchmal täuscht. Nach einem Zitat von Wilde agiert auch die Kunsthilfe Salzburg. Martin Rehrls Engelsskulptur lässt Raum für Interpretationen. Der Metallengel ohne Füße und Hände reißt den Kopf in den Nacken und entblößt sein goldenes Herz in der offen...

  • 19.06.19
Gedanken

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Die Kunst des gekonnten Schlages

Anzapfen wirkt auf Männer wie rückwärts einparken bei (natürlich nicht allen) Frauen. Der Bieranstich treibt Männern Schweißperlen auf die Stirn. Ich mag das Spektakel ja besonders gern. Da ist so viel Druck (im Fass), der heraus will. Ein Anstich ist die moderne Arena, wo man Gladiatoren den Löwen zum Fraß vorwirft. Dem Zapfer wird die Schürze umgehängt, Hammer gereicht und alle warten gespannt auf den Schlag. Innerlich wird hämisch mitgezählt, wie viele Schläge gebraucht werden. 1, 2, 3 ... –...

  • 08.06.19
Gedanken

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Verliebt in den Sommer dieser Stadt

Wer denkt, die Festln der Stadt beruhten auf Geldmacherei, ist noch nie tief in der Nacht mit einem leichten (oder schweren) Schwips, selig mit einem Lächeln ins Bett gefallen. Man muss ja nicht trinken, aber Spaß haben und sich erfreuen. An den kommenden Wochen und allem, was uns noch bevorsteht: Dolce Vita, Linzergassenfest und das "Fest der Liebe". Hach. Liebe kennt keine Grenzen. Weder nationale noch geschlechtliche. Die Liebe gehört zelebriert. In allen Formen. Mit aller Wucht. Laut!...

  • 06.06.19
Gedanken

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Den Sport für gefakte Selfies missbrauchen

Im Film "Rush" ermahnt Niki Lauda seinen Kontrahenten mit den Worten "Ned feiern, trainieren!". Hätte Hunt damals ein Handy gehabt, er wäre wahrscheinlich nicht in den Rennwagen eingestiegen, sondern hätte davor posiert. Die Inszenierung des Sports ist der neue Trend. Einsame Berghänge, wo Wanderer in die Weite schauen und dabei saubere, neue Sportbekleidung tragen. Die Haare gestylt und nicht die geringsten Anzeichen von Schweißtropfen auf der Stirn. Sport, finde ich, gehört nicht auf...

  • 29.05.19
Gedanken

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Ist das Kunst oder kann das weg?

Nackter Boden und ein mit roter Samtschnur eingekreister Lichtkegel in einem ansonsten eher finsteren Raum. Dazu eine wispernde Stimme aus dem Off, sich endlos wiederholend: "Das ist Kunst. Das ist Kunst. Das ist Kunst." Na Mahlzeit, wenn wir jetzt schon gesagt bekommen, was Kunst ist. Wer genau hinschaut, erlebt an jeder Ecke Kunst. Ob am Makartkai, der Underground Galerie oder dem Treppenabgang an der Müllner Hauptstraße hinab zur Kaipromenade. Ja, Kunst ist vielfältig. Und man muss sie nicht...

  • 22.05.19
  •  1
Gedanken

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Hemmungslos tanzen und jubeln

Kaum war die Präsentation des "Stadtnah"-Magazins im K+K vorüber, nahmen die "Prohibition Stompers" den Platz im Gewölbe ein. Die "BRASSerie" verwandelte nicht nur das Edellokal, sondern die ganze Altstadt in ein Beinahe-New-Orleans. Zumindest fast. Denn wenn die Musiker mit Trompeten und Pauken einen Showact vor der Kollegienkirche boten, das Blut Noten durch die Adern pumpte und mitreißende Klänge aus der Tuba erklangen, tippte der Salzburger meist nur mit dem Fuß oder nickte dezent mit dem...

  • 14.05.19
Gedanken

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Mit klugem Kopf und Narzissen im Haar

"Einmal im Leben Königin sein", heißt es und viele junge Frauen folgen dem Ruf. Pfui, wer da an oberflächliche Misswahlen denkt und den Kandidatinnen den Grips abspricht. Nicht nur Männer, auch Frauen und manchmal sogar andere "Hoheiten" sehen so eine Wahl als Show, in der es darum geht, im Dirndl eine gute Figur zu machen. Fußballer machen Werbung, Botschafter stehen für Länder – die Narzissenhoheiten für das Ausseerland-Salzkammergut. Da geht es nicht darum, mit den Blumen Frauen zu...

  • 09.05.19
Gedanken

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Klatschen für ein Selfie im Bierzelt

Wo bitte waren die Salzburger am Wochenende? Okay, der Georgi-Ritt ist weder Dult noch Rupertikirtag oder Festspiele – aber er ist alles andere als eine Show für Touristen. Das ist schon eindrucksvoll, wenn sich die Mozartstadt einmal von der etwas schießwütigeren Seite zeigt. Schade, dass in Anbetracht der Größenordnung nur wenige Städter dabei waren. Die motzen ja gerne über die asiatischen Besucher in der Stadt, aber genau die waren (mit Handys) vor Ort und sorgten im Bierzelt zur Blasmusik...

  • 30.04.19
Gedanken

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Für’s Abendessen im Museum einkaufen

Kunst ist so eine Sache: Viele verstehen die Kunst nicht und andere tun so als ob. Heutzutage ist Kunst der Stempel für alles. Warhol machte es mit seiner "Campbells-Dose" vor, jetzt wird der Inhalt zur Kunst: die Suppe. Zumindest das Rohprodukt, die Tomaten. Warhol war in den 50ern bereits tätig, als er auf der Straße Gemüse verkaufte – und auch heute bringen jeden Donnerstag unzählige Künstler ihre Werke auf der Schranne unter die Menschen. Wird halt nicht als Kunst betrachtet. Sondern als...

  • 22.04.19
Gedanken

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Der Luxus einer hässlichen Jacke

Das Schaulaufen der Osterfestspiele ist eröffnet. Nackte Schultern, Rockschlitze bis zum Oberschenkel und tiefe Ausschnitte waren schön anzusehen. Aber will man Mitte April wirklich mit den Promis tauschen? Ich für meinen Teil lobe mir den Luxus der Anonymität. Und den einer hässlichen Jacke. Einer, die schon zwei, drei Winter erlebt hat und nicht gerade fotogen ist. Dafür warm. Und wenn ein kalter Wind durch die Hofstallgasse braust und den Besuchern kurz das Lächeln einfriert, zieh ich meine...

  • 16.04.19
  •  2
Gedanken

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40 Tage ohne Sünde und Versuchungen

Ade, Fasching, lebt wohl, Krapfen. Geh weg, Tanzmusik, nein – bitte keinen Sekt. Es ist genug. Es reicht. Es muss. Das enthaltsame Leben, die Fastenzeit beginnt. Hilfe, das Aschenkreuz auf der Stirn leuchtet – ich gebe es ja zu, ich muss Buße tun. Früher trugen die Sünder ein besonderes Gewand, wurden erst Gründonnerstag wieder in die Gottesgemeinschaft aufgenommen und durften sich davor nicht waschen. Na bitte, das kann ich meinen Kollegen in der Redaktion nicht antun. Und bereuen, ja eh....

  • 06.03.19
  •  1
Leute

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A Rehragout, gibts da a Rehragout?

Ordentliches Sitzfleisch musste man beim Jagaball mitbringen, dauerte das Dinner doch bis halb elf. Aber immerhin ging der Ball bis in den Morgen und die Wartezeiten auf die Menü-Gänge verliefen dank Gesprächen und Wein-Nachschenken kurzweilig. Später gingen die Männer auf die Pirsch und die Damen gaben mit Dekolleté ordentliches "Freiwild" ab. Mancher Jäger verlor gegen Mitternacht schwankend den Standpunkt und man durfte froh sein, dass er neben dem Gewehr auch den Hammer zum Nageln stehen...

  • 27.02.19
Bauen & Wohnen

Kommentar
Den Koch hinter die Speise schicken

Viel zu lachen gab es am Wochenende. Neueste Entwicklung, nicht auf der Bühne, sondern in der Salzburgarena bei der Messe Bauen und Wohnen: Man will die Küche und die darin kochenden Personen wieder mehr in den Mittelpunkt rücken. Dass der Trend hin zur überdimensionalen Wohnraumküche geht, mag man noch verzeihen, aber dass eine Küche als Möbelstück fungiert, wo man nicht mehr kocht, mutet schon zum Losprusten an. Abhilfe schaffen sogenannte "Schmutzküchen", ein versteckter Raum hinter der...

  • 13.02.19
Leute

Kommentar
Trotz all dem Gemotze ist es Liebe

Bei Promi-Hochzeiten verhält es sich wie bei den normalen. Hinter vorgehaltener Hand werden gemeine Bemerkungen gemacht. Ob zum Brautkleid, dem Essen oder der Stimmung. Auf Hochzeiten gratuliert man nicht mehr, man bewertet. Bei Wolfgang Porsche kann man sich nicht über das Alter echauffieren – seine Frau ist nur fünf Jahre jünger als er. Das Brautkleid dem Alter angemessen. Dann muss halt das Geld her. Wenn es nichts zum Schimpfen gibt, kann man sich wenigstens über Porsches Reichtum...

  • 05.02.19
Leute

Kommentar
Weißwurst-Zuzeln mit dem Nachbarn

Während bei der Weißwurstparty "Weiß Wurscht is" Motto war, rockte in der Stadt das Edelweißkränzchen zum 123. Mal. Getragen wurde freilich die Tracht, und zwar ohne Bling-Bling. Weil's eben nicht "wurscht" ist, wie man sein Dirndl trägt. Zugegeben, die Stadt hatte weder Arnold Schwarzenegger noch Mario Adorf oder Verona Pooth, aber dafür viel Authentizität und Freude am Tanzen. Bis in die Morgenstunden wurde dieses Jahr sogar mit ein paar "Auswärtigen" aus Bayern gefeiert. Da bot sich...

  • 01.02.19
Gedanken
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Kommentar
Beschwingt durch die Ballsaison tanzen

Weiße Handschuhe und ein glitzerndes Diadem in der Frisur: Mit dem Seifert-Ball wurde die Ballsaison eröffnet. Die Debütantinnen reihten sich in ihren weißen Roben auf, um gemeinsam mit ihren Partnern das Tanzbein zu schwingen. Dass es sich hierbei um ein Relikt vergangener Zeiten handelt, als man mit der Einführung bei Hofe die Debütantin auf dem Heiratsmarkt "anbot", dürfte den heutigen Mädchen unbekannt sein. In erster Linie steht der Spaß am Tanzen im Vordergrund. Und natürlich – damals wie...

  • 15.01.19
Gedanken
2 Bilder

Kommentar
Zu viel Druck im neuen Jahr

Hand aufs Herz: Wie lange werden die guten Neujahrsvorsätze durchgehalten? Während man in den ersten Tagen und Wochen optimistisch ist, gewinnt langsam, aber sicher der innere Schweinehund das Kommando zurück. Man raucht schnell "nur noch eine" und fürs Joggen ist heute das Wetter nicht gut genug. Sport ist doof, wenn im April bereits die Osterhasen verlockend die Schokonikoläuse ablösen. Und weniger trinken – vielleicht erst nach dem Fasching. Es ist schwer mit dem Jahr 2019. Da wird gerne...

  • 08.01.19
Gedanken

Kommentar
Grässliche Musik in der Weihnachtszeit

SALZBURG (sm). Ich gebe es zu: Die Zeiten, in denen ich "Last Christmas" gern gehört habe, sind vorbei. Überall schallt es aus den Lautsprechern. Sei es in den Geschäften, im Fernsehen oder Radio: Musikalisch gesehen schreit es aus allen Ecken "Weihnachten!". Wechseln des Senders bringt keine Erleichterung, "Last Christmas" holt einen ein. Überraschenderweise wird "Stille Nacht" kaum im Radio gespielt. Und das im Jubiläumsjahr. Schade. Zwar ist Andreas Gabalier nicht jedermanns Geschmack, aber...

  • 19.12.18
Lokales

Kommentar
Zuviel Gejammer über das Wetter

Läuft eh alles ganz gut in der Vorweihnachtszeit. Die Geschäfte sind voll und der Euro sitzt locker. Glühwein und Punsch sorgen für einen guten Umsatz. Wenn die Jammerei um den Schnee nicht wäre. Kommt er, kommt er nicht? Bleibt er und vor allem: Gibt es weiße Weihnachten? Also: Jammerei und Fragerei ändern da gar nichts. Und, Hand aufs Herz: In der Stadt hat man längst verlernt, mit der weißen Pracht umzugehen. Mag zwar schön sein, aber ein paar Zentimeter Schnee stürzen den Verkehr schnell in...

  • 11.12.18
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