Nationalsozialismus

Beiträge zum Thema Nationalsozialismus

Lokales
Helen Liesl Krag hat über das Leben ihrer Großmutter ein berührendes Buch geschrieben.
4 Bilder

Auf Großmutters Spuren
Vier Länder, vier Sprachen, ein Leben

Mit einer Biographie hat Autorin Helen Liesl Krag ihrer Großmutter ein berührendes Denkmal gesetzt. BRIGITTENAU. Über das bewegte Leben ihrer Großmutter wusste Helen Liesl Krag lange nichts. "Erst bei ihrem 80. Geburtstag erfuhr ich, woher sie stammt und was sie auf ihrer dreifachen Flucht, die sie von Russland immer weiter nach Westen führte, erlebt hat", erzählt Krag. Das brachte sie auf die Idee, ein Buch über ihre Oma zu schreiben. Dieses veröffentlichte sie im Böhlau Verlag. Das...

  • 13.11.19
Lokales
Der Davidstern - ein Symbol der jüdischen Gemeinde.

Novemberpogrom
Gedenkveranstaltungen finden in ganz Wien statt

In den kommenden Tagen finden in Wien zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt, welche an die Novemberpogrome im Jahr 1938 erinnern sollen.  WIEN. Vor 81 Jahren, exakt in der Nacht auf den 10. November 1938, begann die systematische Verfolgung der jüdischen Glaubensgemeinschaft im Dritten Reich. Juden wurden enteignet, verfolgt und ermordet. In den kommenden Tagen finden in Wien zahlreiche Veranstaltungen statt, die das Gedenken daran aufrecht erhalten sollen. Die bz hat die wichtigsten...

  • 06.11.19
  •  1
Politik
Bildausschnitt: „Aufschrei 14:02 Uhr“, 2018, Tusche auf Papier, 48 x 36cm; ©: Konstanze Sailer

Digitale Erinnerungskultur
„Verlöbnis, Im Buchenwald“ – Gedenkausstellung

„Memory Gaps ::: Erinnerungslücken“ von Konstanze Sailer gedenkt NS-Opfern mit Ausstellungen in Wiener Straßen, die es geben sollte. Josefine Winter, * 21. Dez. 1873 in Wien; † 20. Jan. 1943 im Ghetto Theresienstadt, war eine österreichische Komponistin jüdischer Herkunft. Die auch schriftstellerisch und malerisch tätige Josefine erhielt ihre Ausbildung samt Klavierunterricht durch Privatlehrer. Sie durfte als Frau nicht studieren und wurde aufgrund ihrer Begabung Kompositionsschülerin bei...

  • 02.11.19
Lokales
Einer möglichen Umbenennung des Ferry-Dusika-Stadions will sich Sportstadtrat Peter Hacker (SPÖ) noch dieses Jahr annehmen.

Aufregung um Nazi-Vergangenheit
Ein neuer Name für das Ferry-Dusika-Stadion?

Aufregung um die einstige Nazi-Vergangenheit von Ferry Dusika: Ein neuer Name für das Ferry-Dusika-Stadion könnte noch dieses Jahr kommen. LEOPOLDSTADT. 1977 erbaut, war das Ferry-Dusika-Stadion einst ein Prunkstück. Trotz umfangreicher Sanierungen Ende der 1990er-Jahre ist die Bahnradsport- und Leichtathletikhalle mittlerweile in die Jahre gekommen – die bz berichtete. Geht es nach Neos Leopoldstadt, besteht aber nicht nur Modernisierungsbedarf – ein neuer Name wird gefordert. Denn dem...

  • 29.10.19
  •  1
Lokales
Gedenkspaziergang: Historikerin Shoshana Duizend-Jensen (3.v.l). begab sich mit Interessierten auf die Spuren der jüdischen Geschichte der Brigittenau.
8 Bilder

Gedenkspaziergang Brigittenau
Jüdischem Leben auf der Spur

Ein Rundgang stummer Zeugen: Auf die Spuren jüdischen Lebens begab sich ein Spaziergang der besonderen Art in der Brigittenau. BRIGITTENAU. „Es gab eine blühende jüdische Kultur in der Brigittenau mit ganzen 540 jüdischen Vereinen, aber alle wurden von den Nationalsozialisten aufgelöst, verboten und ihr Vermögen konfisziert“, erzählt Historikerin Shoshana Duizend-Jensen. Gemeinsam mit Kulturwissenschaftlerin Birgit Johler organisierte sie einen Spaziergang der besonderen Art. Mit rund 50...

  • 01.10.19
  •  1
Politik
Vor dem Heldenplatz, auf der Ringstraße, erinnern bis Ende Mai überlebensgroße Porträtfotografien an die Gräuel des Nationalsozialismus.
4 Bilder

Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus
Fest der Freude und Ausstellung "Gegen das Vergessen" am Heldenplatz

Seit gestern sind Porträtfotografien von NS-Überlebenden auf der Ringstraße zu sehen - heute, am 8. Mai, wird die Befreiung vom Nationalsozialismus gefeiert. WIEN. Am 8. Mai wird jedes Jahr der Tag der Befreiung gefeiert und damit das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa und die Befreiung vom Nationalsozialismus. Aus diesem Grund wird auch heuer wieder das „Fest der Freude“ am Heldenplatz stattfinden. Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) veranstaltet zum siebten Mal das Fest der...

  • 08.05.19
  •  1
Lokales
Gedenken: Lichtinstallationen markieren die ehemaligen Standorte der 25 Wiener Synagogen.
4 Bilder

Jüdische Vergangenheit
Erster Gedenkspaziergang in der Brigittenau

Beim ersten Gedenkspaziergang durch den Bezirk wurde an die jüdische Vergangenheit erinnert. BRIGITTENAU.  Sechs Monate. So lange dauerte die Organisation des ersten Gedenkspazierganges durch die Brigittenau, erzählt Bezirkschef Hannes Derfler. „Es sollten Fachleute vor Ort sein, denn es soll ja einen Mehrwert für die Leute haben.“ Und Experten gab es einige. Auf einer Länge von über einem Kilometer hatte der Gedenkspaziergang fünf Stationen. Rund 50 Personen spazierten, beginnend beim...

  • 04.03.19
Lokales
Vom Brigittaplatz bis zur Karajangasse wird die Geschichte der Juden in Wien aufgearbeitet.
4 Bilder

Gedenkspaziergang
Auf den Spuren der jüdischen Vergangenheit

Im Rahmen eines Gedenkspazierganges durch den 20. Bezirk wird an die jüdische Vergangenheit erinnert. Mit dabei sind Experten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und Bezirksvorsteher Hannes Derfler BRIGITTENAU. Blickt man auf die Geschichte Wiens zurück, war sie schon immer durch Personen unterschiedlicher Herkunft und Religion, wie der Jüdischen Gemeinschaft, geprägt. Besonders in der Brigittenau spürt man heute noch den Zeitgeist des frühen 20. Jahrhunderts. Bevor der Faschismus in...

  • 29.01.19
Lokales
Eindeutig oder nicht? In Rodaun ist eine Gasse nach einer großen Verehrerin Hitlers benannt.

"Problematisch"? Straßenschild für Nationalsozialistin Maria Grengg

Eine Zusatztafel sorgt auf Social Media für Empörung: Die "problematische" Biografie der Maria Grengg. LIESING. "Problematisch an ihrer Biografie sind ihre Mitgliedschaft bei der NSDAP und ihr offener Rassismus." Dieser Satz steht auf einer Zusatztafel eines Straßenschildes in Liesing. Die Maria-Grengg-Gasse in Rodaun erinnert an die umstrittene Schriftstellerin Maria Grengg, die ab den 1940er-Jahren im Hofmannsthal-Schlössl lebte. Problematisch scheint an dem kleinen Schild am Stadtrand...

  • 09.07.18
  •  3
Lokales
Auch heuer muss man beim gratis Konzert der Wiener Symphoniker am Heldenplatz mit Regenschauern rechnen. Um 20 Uhr ist Beginn.

8. Mai: Fest der Freude am Heldenplatz und Demo gegen Faschismus am Ring

Am 8. Mai 1945 wurde Österreich vom Nationalsozialismus befreit. Mit dem großen Fest der Freude am Heldenplatz wird in Wien der Ereignisse an diesem Tag gedacht. Bereits um 17.30 Uhr startet eine Demo gegen Faschismus vom Karlsplatz aus. WIEN. Vor 73 Jahren, am 8. Mai 1945, ist mit der Kapitulation Deutschlands der Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende gegangen und Österreich wurde vom Nationalsozialismus befreit. Aus diesem Anlass findet heuer bereits zum sechsten Mal das „Fest der Freude“ mit...

  • 08.05.18
  •  1
Politik
"Schrei 13:32 Uhr", 2017, Tusche auf Papier, 48 x 36cm; ©: Konstanze Sailer

„Hagelberg“

Die digitale Kunstinitiative „Memory Gaps ::: Erinnerungslücken“ von Konstanze Sailer gedenkt NS-Opfern mit Ausstellungen in einer jener Straßen Wiens, die es geben sollte. Lilli Hagelberg (* 25. April 1895 in Wien; † nach dem 13. März 1943 im KZ Auschwitz), war eine österreichische jüdische Kunsthistorikerin. Sie zog nach München, wo sie vorwiegend publizierte und unterrichtete. Zu ihren wissenschaftlichen Arbeiten zählten unter anderem Abhandlungen zu Heinrich von Kleist und Hugo von...

  • 08.01.18
Lokales
Eric Sanders mit Lehrer und Organisator Gerhard Warmuth.

Zeitzeuge zu Besuch im Goethe Gymnasium: "Ich wusste, wir müssen raus"

Eric Sanders, ein vertriebener Schüler des Goethe-Gymnasiums, hat über sein Leben gesprochen. HIETZING/PENZING. Eric Sanders stand bei der Westeinfahrt als Hitler im März 1938 in Wien ankam und dachte sich nur eines: "Wir müssen raus". Der gebürtige Hietzinger hat als Zeitzeuge im Goethe Gymnasium über sein Leben vor, während und nach der Vertreibung aus Österreich gesprochen. Seit 1938 lebt er in England, kommt aber gerne und immer wieder zurück nach Penzing um an diese furchtbare Zeit zu...

  • 10.11.17
  •  5
Politik
"Schrei 18:29 Uhr", 2016, Tusche auf Papier, 48 x 36cm; ©: Konstanze Sailer
2 Bilder

„Santa“

Kunstinitiative „Memory Gaps ::: Erinnerungslücken“ von Konstanze Sailer gedenkt NS-Opfern mit Ausstellungen in Wiener Straßen, die es geben sollte. Paula Santa (* 14. Juni 1875 in Wien; † nach dem 9. April 1942) war eine österreichische jüdische Sopranistin und Gesangspädagogin. Sie debütierte 1898 und hatte bis 1907 Engagements in Linz, Nürnberg, Köln und am Theater an der Wien. Nach der Heirat des Baritons Max Heller war sie in Wien über Jahre als Gesangspädagogin tätig, wo sie auch bis...

  • 06.12.16
Politik

Blaugefrorener Himmel

Kunstinitiative „Memory Gaps ::: Erinnerungslücken“ von Konstanze Sailer gedenkt NS-Opfern mit Ausstellungen in Wiener Straßen, die es geben sollte. „Ich, Ruth Maier, 18 Jahre alt, frage nun als Mensch, als Mensch, frage die Welt, ob dies sein darf ...“, lautet ein Tagebucheintrag, aufgezeichnet am 5. Oktober 1938, in Wien. Ruth Maier (* 10. Nov. 1920 in Wien; † 1. Dez. 1942 im KZ Auschwitz) war eine österreichische jüdische Schriftstellerin. In Wien geboren, flüchtet sie im Januar 1939...

  • 01.11.16
Politik
"Schrei 11:59 Uhr", 2016, Tusche auf Papier, 48 x 36cm; ©: Konstanze Sailer
2 Bilder

„Goethehof“

Kunstinitiative „Memory Gaps ::: Erinnerungslücken“ von Konstanze Sailer gedenkt NS-Opfern mit Ausstellungen in Wiener Straßen, die es geben sollte. Montessori Kindergärten im Wiener Goethehof standen Goethe-Medaillen für NSDAP-Mitglieder wie Verzerrungen von Lebensverläufen durch die NS-Diktatur gegenüber. Friedl Dicker-Brandeis (* 30. Juli 1898 in Wien; † 9. Oktober 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau) war eine österreichische Malerin, Innenarchitektin, Designerin und Bühnenbildnerin. Aus...

  • 30.09.16
Lokales

NS-Zeit: GEH-DENK Wanderung in der Donaustadt

Am 19. September findet von 10 bis 14 Uhr die 5. DONAUSTÄDTER GEH-DENK WANDERUNG unter dem Ehrenschutz von Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy statt. DONAUSTADT. Thema der Wanderung ist der verbotene Umgang während des Nationalsozialismus. Alltägliche Vergnügen, wie Jazz oder Swing zu hören sowie politische Witze zu erzählen, waren während des NS-Regimes verboten und konnten zu harten Strafen führen. Nicht selten wurden Personen mit regimekritischer Haltung, anderem Glaubensbekenntnis, unerwünschter...

  • 15.09.15
Leute
Die Donaustadt trauert um Othmar Wundsam, der im Alter von 92 Jahren verstarb.

Große Trauer um Othmar Wundsam

Am 27. Dezember verstarb im Alter von 92 Jahren der bekannte NS-Zeitzeuge, Widerstandskämpfer und große Donaustädter Künstler Othmar Wundsam. Wundsam überlebte die Inhaftierung in mehreren Konzentrationslagern und engagierte sich Zeit seines Lebens in der Aufklärung rund um die Gräueltaten des Nazi-Regimes. Kämpfer fürs Gute Außerdem war er ein wichtiges Mitglied des Donaustädter Kulturvereins und begeisterte beispielsweise mit "Zeichnungen aus dem Widerstand" (2008), die unter anderem den...

  • 11.01.15
Lokales
Rudolf Barilits (1874-1962) war christlich-sozialer Bürgermeis-ter von Mauer.
2 Bilder

"Unser Opa war kein Nazi"

Dr.-Barilits-Gasse auf Liste bedenklicher Straßennamen – Enkelinnen protestieren. WIEN. Die Liesinger Schwestern Gertrude Werner und Elisabeth Jezek können es nicht fassen: Die nach ihrem Großvater benannte Dr.-Barilits-Gasse steht auf der Liste der bedenklichen Straßennamen Wiens, auf der sich auch bekennende Antisemiten wie Sebastian Brunner oder Josef Pommer befinden. "Unser Großvater hat die Nazis zeitlebens verabscheut", so Jezek. "Er war sogar einmal zwei Tage lang im Maurer Rathaus...

  • 30.10.13
  •  2
Lokales
Der Kölner Künstler Gunter Demnig , Gabriele Siehs- Honzik¸ Karoline Eckl-Honzik und Martin Honzik.
12 Bilder

„Wir haben nun einen Gedenkort“

Vier „Stolpersteine“ im Gehsteig erinnern an jüdischen Kaufmann Baumann und seine Familie. AIGEN, KÖLN (hed). AIGEN, KÖLN (hed). Vier goldene „Stolpersteine“ setzte der Kölner Künstler Gunter Demnig am 21. April in den Gehsteig vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Baumann in Aigen. „Meine erste Kindheitserinnerung an meinen Vater war seine Verhaftung durch zwei Gendarmen. Ich musste schrecklich schreien. Das war im November 1938“, berichtet Elfriede Honzik, Tochter von Hans...

  • 02.05.13
  •  2
Lokales
Martin Saphir (78) flüchtete 1938 mit seiner Mutter nach Argentinien: „Ich fühle mich in Wien nicht fremd."
2 Bilder

"Meine Mutter hat Wien geliebt"

In der Nazi-Zeit vertriebene Juden auf Spurensuche in unserer Stadt. Martin Saphir musste im Alter von drei Jahren mit seiner Mutter aus seiner Heimatstadt nach Argentinien flüchten. Das war im März 1938, eine Woche nach dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland. „Wir hatten Glück und bekamen die letzten zwei Visa, weil mein Vater bereits in Argentinien lebte", erzählt er im Gespräch mit der bz. Seine beiden Onkel hatten jedoch keine Chance mehr, Wien zu verlassen: Einer wurde vier...

  • 30.04.13
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.